Mittwoch, 29. April 2015

Wissen Sie, was hinter den hohen Mauern der Tierversuchslabore geschieht?

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In der Woche um den 24. April wurde weltweit auf das Leid der Tiere in den Labors aufmerksam gemacht. Der Gedenk- und Aktionstag wurde erstmals 1979 in Großbritannien begangen und geht auf den Geburtstag von Lord Hugh Dowding zurück, der sich im Britischen Oberhaus für den Tierschutz einsetzte.
Der ursprünglich im deutschsprachigen Raum verwendete Bezeichnung "Tag des Versuchstiers" suggeriert, Tierversuche gehörten wie selbstverständlich zum Leben dazu und Versuchstieren könne man lediglich mitleidsvoll gedenken. Darüber hinaus kam es in der Vergangenheit immer wieder vor, dass sich Experimentatoren den "Tag des Versuchstiers" zunutze machten, um die angebliche Notwendigkeit der Versuche "zum Wohle des Menschen" zu propagieren.

Im Jahr 2007 wurde von einer Reihe von Tierrechts- und Tierversuchsgegnervereinen eine Umbenennung beschlossen. "Internationaler Tag zur Abschaffung der Tierversuche" drückt unmissverständlich aus, worum es geht: Tierversuche sind weder ethisch noch wissenschaftlich zu rechtfertigen und müssen abgeschafft werden!

http://www.tag-zur-abschaffung-der-tierversuche.de/






Während einer Undercover-Recherche ist es Animal Equality Ermittlern gelungen, die Experimente mit Mäusen an der Medizinischen Fakultät der Universität Complutense Madrid, sowie die Praktiken in der Forschungsstätte des Gregorio Marañón Krankenhauses in Madrid zu dokumentieren. Mit der Veröffentlichung der grausamen Praktiken möchte Animal Equality zu einer Debatte um Moralität und Effizienz von Tierversuchen aufrufen.

Mäuse sind die am häufigsten verwendeten Tiere in Tierversuchen. Allein in Deutschland wurden im Jahr 2013 rund 2,2 Millionen Mäuse im Namen der Wissenschaft gequält und getötet.


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In dem Video ist zu sehen, wie Forscher und Forscherinnen der Universität Complutense Madrid Experimente an den kleinen Nagetieren durchführen. Dabei werden ihnen Kanülen in den Hals geschoben und Organe entnommen. Wenn sie nicht gerade in einem Versuch sind, fristen die Tiere ein trostloses Dasein in winzigen, sterilen Käfigen. "Überschüssige" Mäuse werden einfach entsorgt – wobei eine der gängigsten Methoden darin besteht, ihnen das Genick zu brechen.

In der Forschungsstätte des Gregorio Marañón Krankenhauses in Madrid können Medizinstudenten an einer Art Einführungskurs teilnehmen, nach dessen erfolgreichen Abschluss sie eine Lizenz erhalten, die sie dazu befugt, Tierversuche für ihre Forschung durchzuführen. Einem unserer Ermittler ist es gelungen, verdeckt in einem solchen Kurs zu recherchieren. Eine der Übungen bestand darin, ein lebendiges Schwein entlang des Brustkorbes aufzuschneiden, verschiedene Organe zu untersuchen und das Tier daraufhin wieder zuzunähen. Anschließend wurde das Schwein getötet.
Im Video sind außerdem schockierende Aufnahmen einer spanischen Sammelstelle für Versuchsaffen zu sehen, in der Animal Equality Ermittler im Februar 2013 recherchierten. Die spanische Tageszeitung El Mundo betitelte den Betrieb als "Guantanamo für Affen". In Barcelona, wo Beagle für Tierversuche gezüchtet werden, gelang es Unterstützern von Animal Equality 36 Hunde zu retten und so davor zu bewahren, dass ihnen im Namen der Forschung die Hinterbeine abgesägt werden, um das Knochenwachstum zu beobachten. Ausschnitte dieser Rettungsaktion sind ebenfalls in dem Video zu sehen.

Warnung: Das Video enthält Szenen extremer Gewalt an Tieren.
Geheime Aufnahmen aus Tierversuchslaboren - Animal Equality Recherche  



International anerkannte Universitäten wie Harvard, Yale oder Stanford haben Tierversuche bereits durch effektivere, moderne Verfahren ersetzt. Durch In-vitro-Verfahren im Reagenzglas, komplexe Computermodelle, menschliche Zell- und Gewebekulturen, sowie künstliche Haut sind Versuche an Tieren für die Grundlagenforschung, Genforschung oder Toxizitätstests heute völlig überflüssig.
Der Großteil der Tierversuche kann schon heute durch modernere, tierleidfreie Alternativen ersetzt werden. Für Ria Rehberg, Koordinatorin von Animal Equality in Deutschland, steht fest: "Es ist außerdem absolut notwendig, in tierversuchsfreie Forschung zu investieren. Es regen sich immer mehr Stimmen, auch in den Reihen der Wissenschaftler, die alternative Methoden zu Tierversuchen fordern.”

Jährlich leiden in der EU zwölf Millionen Tiere für Experimente. Neben Frankreich und Großbritannien ist Deutschland mit fast drei Millionen Versuchstieren unter den traurigen Spitzenreitern. Dabei liegt die Dunkelziffer noch um einiges höher, da viele Tiere bereits sterben, bevor sie für die Forschung genutzt werden. Laut Aussage des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft starben im Jahr 2013 über 2.199.671 Mäuse, 375.656 Ratten, über 202.685 Fische, 95.653 Kaninchen, 42.779 Vögel, 2.165 Affen, 793 Katzen, 2.542 Hunde und Tiere vieler weiterer Tierarten in Versuchen.

Die Mehrheit der Bevölkerung will nicht, dass Tiere in unsinnigen Experimenten leiden. Im Mai diesen Jahres findet vor der Europäischen Kommission eine öffentliche Anhörung der europäischen Bürgerinitative "Stop Vivisection" statt, an der sich auch Animal Equality beteiligt. Diese Anhörung könnte das Ende der Tierversuche in Europa einleiten. Die Öffentlichkeit hat ein Recht darauf zu erfahren, was hinter verschlossenen Labortüren wirklich geschieht, damit sie sich dagegen zur Wehr setzen kann.

Wissen Sie, was hinter den hohen Mauern der Tierversuchslabore geschieht?

Gruß Hubert

Donnerstag, 5. Februar 2015

Schwein Albert

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Ich möchte hier die Geschichte von Schwein Albert erzählen. Es berührt einem ja viel mehr wenn man konkret die Geschichte eines einzelnen Tieres oder Menschen kennt als wenn die Ereignisse in der Masse der Anonymität und somit oft im Verdrängtwerden untergehen. Das traurige an der Geschichte its ja, dass das der Alltag von Schweinen ist.

Tier des Monats: Schwein Albert  


Albert Portrait
Ich bin Albert, ein Schwein in einer niederösterreichischen Tierfabrik.
Schweine
Bereits nach 4 Wochen wurden meine Geschwister und ich von unserer Mutter getrennt.

Seitdem lebe ich mit 9 anderen Schweinen in einer engen und dreckigen Bucht.
Spritze
Durch die Enge und den Schmutz werden viele von uns krank. Sie werden dann mit Medikamenten behandelt oder sterben im schlimmsten Fall.
Wiese
Seit ich ein kleines Baby bin, wünsche ich mir mal eine saftige Wiese zu sehen!
Freiheit
Ebenso wünsche ich mir Freiheit für mich, meine Geschwister und meine Mutter.
Schlamm
Im Schlamm zu suhlen und die Sonne auf der Haut zu spüren wird wohl ein ewiger Traum bleiben...


Ein junges Schwein berichtet über sein Leben in der Tierfabrik...


Mein Name ist Albert, ich bin ein Schwein und lebe in einer Tierfabrik mit etwa 800 anderen Schweinen. Mir wurde gesagt, dass diese Halle, in der wir alle leben in Niederösterreich steht. Ich weiß überhaupt nicht, wie es draußen aussieht. Nur als ich brutal vom Transporter gestoßen wurde, der mich hierher gebracht hat, hab ich ein etwas von der Umgebung gesehen, aber genießen konnte ich es nicht. Ich wurde sehr schnell hinein geschickt und gleich mit einigen anderen in eine Bucht getrieben.
Eigentlich nennen mich nur die 9 Schweine um mich herum Albert. Zu den restlichen 791 hab ich leider kaum Kontakt, ich kann sie schreien hören und rieche sie. Der Mensch, der manchmal bei uns vorbeikommt, hat mich noch nie beim Namen genannt. Bei den Menschen bin ich nur eine Nummer.
Wie´s mir so geht?

Naja, von einem echten Schweineleben, wie ich es mir wünschen würde, kann ich nur träumen. Kein Schlamm zum Baden, keine Bäume zum Scheuern, keine Erde zum Wühlen, keine Sonne, die mir auf den Rücken scheint, kein Platz zum Herumlaufen und Spielen. Nichts davon ist hier möglich, denn ich stehe auf einem harten Spaltenboden und habe nicht einmal 1m² Platz. Das Einzige, was wir den ganzen Tag machen können, ist essen und schlafen. Das ist ziemlich langweilig, denn wir alle sind sehr neugierige Tiere. Wenn ich müde bin und schlafen möchte, bleibt mir nichts anderes übrig, als mich auf den harten Boden in meine eigenen Ausscheidungen und auch in die Ausscheidungen meiner Buchtenkollegen zu legen.

Als wir hier hergekommen sind, hat es schon gestunken, aber mittlerweile bin ich seit etwa 4 Monaten da, und es ist wirklich unerträglich. Unsere Nase ist ein spitzen Sinnesorgan, umso schlimmer ist der entsetzliche Gestank und das Brennen in den Augen. Das verursacht der Ammoniak und der kommt aus den Exkrementen im Güllekanal, den man sehen kann, wenn man genau durch die Spalten im Boden blickt. Auch die Spalten selbst, auf denen wir stehen und schlafen, sind mittlerweile kotverschmiert. Einem meiner Kollegen ist ein Stück Darm aus seinem Popo gerutscht und andere haben aus lauter Langeweile, und weil sie schon vor Gestank und Schmerzen am Durchdrehen waren, darauf herumgekaut. Der Bauer hat dann meinen kranken Kollegen einfach auf den Gang zwischen den Buchten gelegt, bis er gestorben ist.
So schwer verletzt bin ich zwar nicht, aber an meinen Gelenken sind Schwielen, die langsam sehr schmerzhaft werden. Wenn ich an schmerzhaft denke, fallen mir einige schreckliche Momente meines Lebens ein.

Meine Mutter war in ein Gitter gesperrt, wodurch sie sich nicht wirklich um uns Babys kümmern konnte. Dieses Gitter wird auch Abferkelgitter oder Kastenstand genannt. Ein wirkliches Kuscheln, Schmusen und Abschlecken von meiner Mutter war dadurch nicht möglich. Ein Busserl hab ich nur bekommen, wenn ich vorne bei der Nase meiner Mama vorbeimarschiert bin. Meine Mama hat sich immer entschuldigt, dass sie sich nicht um uns Babys kümmern konnte und auch kein bequemes Nest bauen konnte, aber die Menschen haben sie in diesen Kastenstand gesperrt. Sie konnte sich nicht einmal umdrehen! Mama hat gesagt, dass sie schon einen Großteil ihres Lebens so eingesperrt ist und, dass es vielen Mutterschweinen so ergeht. Die Trennung von meiner Mutter war schon sehr früh, ich war circa 4 Wochen alt. Ich war sehr traurig und verstört. Auf einem LKW ging dann meine Reise weiter in diese Masthalle hier.

Der für mich sicherlich qualvollste Moment in meinem Leben war, als ich noch bei meiner Mutter lebte. Ich war noch nicht einmal eine Woche alt, als der Bauer mich von meiner Mutter wegnahm. Ich hatte große Angst, ich wusste nicht, was vor sich ging. Dann hat mich der Bauer sehr fest gehalten, richtig fixiert in seinen Händen. Ich konnte nicht aus, ich wollte weg, hatte aber keine Chance. Vor lauter Angst hab ich geschrien, doch dann spürte ich auf einmal einen furchtbaren Schmerz bei meinen Hoden. Der Bauer hat mir mit einem Skalpell zwei Schnitte zugefügt. Das hat so weh getan, es war unfassbar. 

Vor lauter Schmerzen hab ich geschrien so laut ich konnte und dann kam gleich die nächste furchtbare Qual. Ein starkes Ziehen war zu spüren, gefolgt von einem weiteren Schnitt. Mir wurden meine Samenstränge durchtrennt. Ich wurde kastriert. Ich hab verzweifelt geschrien, versuchte mich zu wehren. Ich war verstört, geschockt und hatte unvorstellbare Schmerzen, die ich noch Tage später spüren konnte.
Meine Mutter hat gesagt, dass alle männlichen Ferkel kastriert werden, weil sie dann besser schmecken. Ja wirklich, schmecken hat sie gesagt. Denn Schweine werden nur gezüchtet, um getötet und gegessen zu werden. Kann das jemand verstehen? - Und mit diesem Wissen muss ich jetzt leben. Ich weiß nicht wie lange noch, eine Woche, einen Tag, ein paar Stunden? Jeden Tag lebe ich voller Angst, dass das mein letzter ist und ich weggebracht werde. Auf den Schlachthof. Ich habe kein schönes Leben – aber sterben? Das will ich auch nicht.

http://vgt.at/presse/news/2015/news20150129es.php


Gruß Hubert

Dienstag, 13. Januar 2015

Julchen & Jacky und die Sinnlosigkeit der Fuchsjagd

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Ich hab eine richtige Wut auf Jäger. Es sind einfach rohe Zeitgenossen, deren Grausamkeit kein Ende kennt. Dann möchten sie sich auch noch gerne als Naturliebhaber, Heger und Pfleger ausgeben. Reden aber auch noch von Hobby, Sport und Leidenschaft. Bei was - beim töten? Einfach unausstehlich diese Gattung.
Hier eine Geschichte von Tierschutznews über 4 verwaiste Jungfüchse, die aufgepäppelt wurden und aufgrund ihres fast unzähmbaren Freiheitswillens wieder ausgewildert wurden - dann aber wegen dieser Grünröcke nur mehr wenige Tage in Freiheit zu leben hatten. Besonders auf Füchse haben es Jäger abgesehen und sie gehen da äußerst brutal vor.




Im Mai 2014 nahmen wir 4 verwaiste Jungfüchse in unserer Pflegestelle auf, um sie aufzupäppeln und später auszuwildern. 
Ansonsten wären sie eingeschläfert worden, da es in Mecklenburg-Vorpommern keine Wildtierauffangstation gibt und das Tierheim keine Wildtiere aufnehmen darf.
Schon früh machte sich der Freiheitsdrang der kleinen Racker bemerkbar. Trotzt neu gebautem und vermeintlich "fuchssicherem" Zaun entwischten zwei der Füchse. Julchen und Jacky wollten wir deshalb nicht länger in Gefangenschaft halten und suchten daher nach einem geeigneten Auswilderungsort. Wir fanden ein Waldstück, in dem nach Absprache mit dem Eigentümer Füchse geschont werden würden.

Nach langem Zögern haben wir uns schweren Herzens dazu entschlossen, die kleinen Füchse vorzeitig in die Freiheit zu entlassen. Gerne hätten wir sie noch in Sicherheit über den Winter gebracht, um ihnen die Hauptjagdzeit zu ersparen. Doch der Freiheitswille der Tiere hatte sich so stark ausgeprägt, das wir ihnen diesen Wunsch nicht verwehren konnten.
Nach der Auswilderung besuchten wir die Füchse in den kommenden Tagen und hatten mehrmals Sichtkontakt. Keine 300 Meter vom Auswilderungsplatz entfernt sahen wir die Beschilderung einer bevorstehenden Treibjagd. Vermutlich am kommenden Samstag. Das Waldstück wo sie sicher sind grenzt unmittelbar, aber das wussten die Tiere natürlich nicht. 

Am Samstag um 7 Uhr waren wir an der Auswilderungsstelle zum Füttern und Sichern des Waldstückes. Wieder hatte ich Sichtkontakt zum kleinen Jacky und konnte noch einige Fotos machen. Gierig verschlang er sein Frühstück und legte den Überschuss in Depots an. Julchen war in der Nähe zeigte sich aber nicht. Ebenso war von einer Treibjagt zunächst nichts zu merken. Wir gingen in einem großen Bogen um das Waldstück um die Füchse nicht zu verschrecken.

Plötzlich krachten in unmittelbarer Nähe mehrere Schüsse. Die Treiber kamen mit freilaufenden Hunden, die auch durch das "befriedete" Stück stöberten. Alles ging sehr schnell. Bange Stunden des Wartens und Hoffens vergingen bis wir die traurige Gewissheit hatten. Mit zerissenem Körper und weggeschossenen Beinen lagen sie dicht bei einander. Ich habe sie sofort erkannt. Zweifellos. Nach nur 5 Tagen in Freiheit wurde ihr junges Leben durch die Jagd ausgelöscht.
 
Unendliche Trauer aber auch Wut kommen auf, wenn man über diesen sinnlosen Tod nachdenkt. Wir haben alles für die Kleinen getan und doch hat es am Ende nicht gereicht.
Wir werden nicht aufhören gegen dieses Töten zu kämpfen, denn Jacky und Julchen waren nur 2 von ca. 500.000 Füchsen, die jedes Jahr in Deutschland durch Jäger getötet werden. Die angebliche Notwendigkeit der Fuchsjagd ist durch wildbiologische Studien aus jüngerer Zeit längst widerlegt.
 
http://tierschutznews.ch/home/autoren/5528-julchen-und-jacky-und-die-sinnlosigkeit-der-fuchsjagd.html

Jungfüchse Julchen & Jacky


http://youtu.be/qbgXwFKlai4

Anbei eine gelungene Zusammenstellung der größten 11 Jägerlügen
Quelle: http://www.pro-iure-animalis.de
Von: http://animal-spirit.eu/aktuell/jaegerluegen.html


Gruß Hubert

Dienstag, 2. Dezember 2014

Affenversuche am Max-Planck-Institut (MPI) in Tübingen

Diese Affenversuche in Tübingen (oder auch woanders) sind weder "unerlässlich” noch "ethisch vertretbar”. Man müsste alternative Methoden (Zellkulturen oder Computersimulationen) einsetzen, die durchaus möglich wären. Diese werden aber nicht angewendet, weil eine starke Tierversuchslobby dagegen mit allen Mitteln vorgeht. Vor allem wären auch die jetzt noch lächerlichen Beiträge für tierversuchsfreie Forschung massiv aufzustocken. Die überwiegende Teil der Politiker arbeitet sich in die Materie nicht ein und glaubt den Tierversuchs-Befürwortern alles – oder genehmigt aus unbekannten Gründen alles. Darüber darf spekuliert werden.

"Die Tatsache, dass die Behörden nur auf Plausibilität prüfen dürfen, überlässt die Entscheidung, ob ein Versuch unerlässlich und damit ethisch vertretbar ist, praktisch den Experimentatoren.”

11. September 2014: Undercover-Recherche über Affenversuche offenbart Versagen des deutschen Tierschutzrechts

Die am Mittwochabend in Stern-TV ausgestrahlte Dokumentation über die Affenversuche am Max-Planck-Institut (MPI) in Tübingen zeigt, dass das deutsche Tierversuchsrecht bei der Feststellung der Unerlässlichkeit und der ethischen Vertretbarkeit von Tierversuchen versagt. Der Bundesverband Menschen für Tierrechte fordert von der Bundesregierung eine sofortige Änderung des Tierschutzgesetzes sowie entschlossene und wirkungsvolle Maßnahmen, um die tierversuchsfreie Forschung voranzubringen.

Die Undercover-Recherche der SOKO Tierschutz e.V., die am 10.09.14 in der Sendung Stern-TV ausgestrahlt wurde, dokumentiert das Leiden der Rhesus- und Javaneraffen, die am MPI für Biologische Kybernetik in der Hirnforschung eingesetzt werden. "Diese schockierenden Versuche sind möglich, weil das deutsche Tierversuchsrecht bei der Feststellung der Unerlässlichkeit und der ethischen Vertretbarkeit von Tierversuchen versagt. Um diesen skandalösen und tierschutzwidrigen Zustand zu beseitigen, muss die Regierung unverzüglich das eigenständige Prüfrecht der Behörden für Versuchsanträge im Tierschutzgesetz festschreiben, wie dies die EU-Tierversuchsrichtlinie 2010/63 /EU in Artikel 38 von allen Mitgliedstaaten verlangt", so Christina Ledermann, stellvertretende Vorsitzende des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte.

Hintergrund ist eine schwammige Formulierung im Tierschutzgesetz, die den Genehmigungsbehörden faktisch das Recht entzieht, die Unerlässlichkeit von Tierversuchen in den Anträgen eigenständig prüfen zu können. Dies bestätigen der Beschluss des Bundesverwaltungsgerichts vom 20.01.2014 sowie die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Bremen vom 11.12.2012 zu den sogenannten Bremer Affenversuchen. Zudem fehlt noch immer eine EU-weite Einigung auf eine einheitliche Schaden-Nutzen-Analyse bei der Bewertung von Tierversuchen.

"Die Tatsache, dass die Behörden nur auf Plausibilität prüfen dürfen, überlässt die Entscheidung, ob ein Versuch unerlässlich und damit ethisch vertretbar ist, praktisch den Experimentatoren.

Bei diesen Affenversuchen argumentieren die Wissenschaftler beispielsweise, dass das Gehirn selbst schmerzunempfindlich ist. Die Folgeschäden, wie Schmerzen und Entzündungsprozesse sowie die Qual der Gewöhnung an den Primatenstuhl, werden bei der Belastungseinstufung jedoch nicht berücksichtigt. Würde man die Einstufung von "mittel” auf "schwer” anheben, wären diese Tierversuche nicht mehr genehmigungsfähig", so Christina Ledermann.

Die Recherche der SOKO Tierschutz e.V., die in Kooperation mit der britischen Partnerorganisation des Bundesverbandes, der Britischen Union zur Beendigung von Tierversuchen (BUAV), erstellt wurde zeigt, wie Rhesus- und Javaneraffen leiden, denen in aufwendigen und schmerzhaften Operationen Elektroden ins Gehirn implantiert wurden.

Ein Teil der Tiere wird danach in sogenannten Primatenstühlen eingesetzt, wo die Tiere über Stunden fixiert Aufgaben an einem Bildschirm lösen müssen. Die Aufnahmen zeigen, dass die Tiere dazu teilweise mit Gewalt aus dem Käfig gezerrt werden müssen. Zudem werden sie im Primatenstuhl gefügig gemacht, indem man sie durstig hält. Sie werden nur während der Versuche mit Flüssigkeit versorgt. Es wurde beobachtet, dass die Affen nach der Reinigung der Käfige die Gitterstäbe nach Wassertropfen absuchen und aus purer Verzweiflung sogar ihren eigenen Urin trinken. Je nach Versuch werden die Tiere nach einigen Wochen getötet und ihr Gehirn untersucht.

Mehr zur Recherche der SOKO Tierschutz e.V. unter:
http://www.soko-tierschutz.org/de/

Quelle:
http://www.tierrechte.de/presse-a-magazin/pressemitteilungen/11-september-2014-undercover-recherche-ueber-affenversuche-offenbart-versagen-des-deutschen-tierschutzrechts


Gruß Hubert

Donnerstag, 18. April 2013

Das Brüllen der Rinder beim Geschlachtetwerden











Die Geschichte der Menschheit. Fürwahr eine blutige Geschichte - in allen Beziehungen!








Eine Entscheidung der EU-Kommission verlangt nämlich, dass seit dem 1. Januar 2001 das zentrale Nervengewebe der Rinder nach dem Betäuben durch den Bolzenschuss nicht mehr durch Einführung eines sogenannten Rückenmarkzerstörers zerstört wird, weil dadurch infiziertes Gewebe in den Blutkreislauf und damit auch in die Skelettmuskulatur gelangen könnte. Beim Bolzenschuss die richtige Stelle am Kopf zu treffen ist schwer. Hat das Tier gar Panik, ist es fast unmöglich. Bei Rindern mit dickem Schädel betäubt der Schuss überhaupt nicht.Die Rinder sind so schlecht betäubt, dass sie noch während des Schlachtens brüllen. Die Tiere zwinkern mit den Augen, schlagen mit den Beinen, ziehen seitlich den Kopf hoch - ein klares Zeichen, dass das Empfindungs- und Wahrnehmungsvermögen nicht ausgeschaltet ist. 

http://www.brennglas.com/der_folterknecht/das_bruellen_der_rinder.html 




Das Brüllen der Rinder beim Geschlachtetwerden














Bei Bewusstsein zerteilt


Zu häufig kommt es vor, dass ein Tier durch einen schlecht gesetzten Bolzenschuss bereits vor dem eigentlichen Schlachten wieder zu sich kommt. Eine Entscheidung der EU-Kommission verlangt nämlich, dass seit dem 1. Januar 2001 das zentrale Nervengewebe der Rinder nach dem Betäuben durch den Bolzenschuss nicht mehr durch Einführung eines sogenannten Rückenmarkzerstörers zerstört wird, weil dadurch infiziertes Gewebe in den Blutkreislauf und damit auch in die Skelettmuskulatur gelangen könnte. Beim Bolzenschuss die richtige Stelle am Kopf zu treffen ist schwer. Hat das Tier gar Panik, ist es fast unmöglich. Bei Rindern mit dickem Schädel betäubt der Schuss überhaupt nicht.Die Rinder sind so schlecht betäubt, dass sie noch während des Schlachtens brüllen. Die Tiere zwinkern mit den Augen, schlagen mit den Beinen, ziehen seitlich den Kopf hoch - ein klares Zeichen, dass das Empfindungs- und Wahrnehmungsvermögen nicht ausgeschaltet ist.


Fazit: Wer will da noch reinen Gewissens Fleisch essen?

Wer Fleisch isst, ist nicht besser als der Schlächter (und die vielen anderen Verantwortlichen)

Der Preis wird gezahlt werden müssen






Gestern sah ich als ich heim kam eine tote Amsel am Straßenrand totliegen. Ich hob sie auf und begrub sie in meinem Garten. Mindestens einTier, das danach nicht unwürdig platt gefahren wird wie hunderte andere.
Aber wen interessiert schon ein toter Vogel?
Es ist ja schon traurig genug, dass man auf den Straßen Dutzende und hunderte von Tieren liegen sieht, wo man nur mehr das platt gedrückteFell, Federn oder was auch immer sieht (Igel, Katzen, Frösche, Nagetiere,Vögel usw.).




Dies ist für mich symbolisch für die heutige Zeit, dass alles überfahren wird, was sich dieser angeblichen "Zivilisation" in die Quere stelltund was nicht diesem fast ausschließlichem Wirtschaftsdenken anpasst.
Der Ökonomie wird ja auch noch das Menschsein untergeordnet. Humane und soziale Anliegen und Bedrürfnisse sind bei diesembrutalen turbokapitalistischen Neoliberalismus nur Luxus, über die man lächelnd hinweg sieht.
Dass die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinanderklafft interessiert die Konzerne und Wirtschaftskapitäne nicht, Hauptsache ihre Ausbeute stimmt. Glauben diese Herren, dass dieses menschenverachtende System sich immer so weiter drehen kann?
Ich glaube es wird irgendwann an einem Endpunkt angelangt sein, wo auch die große Masse den Konsens verweigern wird und gegen diese ist ein System nicht aufrecht zu erhalten.
Aber zurück zum Los der Tiere unter der Herrschaft der Menschen, die von manchen (und genauer von einer bekannten Institution) sogar anmaßend als Krone der Schöpfung bezeichnet wird.
Erst kürzlich meldete ein österreichischer TV-Sender, dass in Österreich (in diesem kleinen Land!) jährlich ca. 100.000 Wildtiere auf Straßenüberfahren werden. Die zynische Ansage eines Grünrocks: das passiert deshalb, weil es so viel Wildtiere gibt. Für die ist es natürlich nur wichtig, dass es noch genug gibt, dass sie Wild zu ihrem Vergnügen (welche Perversität…) killen können. Auch der unersättliche Fleischhunger vieler Menschen bedeutet ja für viele Tiereden reinsten Horror (Massentierhaltung mit enorm verkürztem Leben, Tiertransporte bis zur Schlachtung…).
Gar nicht zu reden von den grausamen Tierversuchen, wo in der ganzen Welt (oft dieselben Versuche!) gequält, gefoltert und zum Schluss immer getötet werden. Diese dienen nur der Profitgier und der rechtlichen Absicherung, vor allem der Pharmakonzerne.



Sie dienen sicher nicht dazu, um menschliche Krankheiten bekämpfen zu können. Oder haben die millionenfachen Versuche an Mäusen und Ratten etwas gebracht? Wie sollten sie auch!
Es ist einfach schlechte Wissenschaft, die nur aus oben genannten Gründen gemacht wird. Es verdienen ja ganze Wirtschaftszweige an diesem perversen und inhumanen Tun.
Die allermeisten Menschen berührt das in ihrer Gier, ihrem Egoismus und oft in ihrer Dummheit (oft nicht mangelnde Intelligenz, sondern Faulheit und Oberflächlichkeit im Denken) nicht. Die sind zufrieden, wennihre elementarsten Bedürfnisse gestillt werden (die ich hier nicht aufzuzählen brauche).
Für all dies wird eines Tages der Preis zu zahlen sein. Die Natur vergisst nichts! Die ersten Anzeichen sieht man ja schon am Klimawandel. Es ist kaum anzunehmen, dass die Menschheit noch Vernunft annehmen wird, denn sie tut ja jetzt schon fast gar nichts dagegen.

Profitgier und Macht ist ihr wichtiger. Sie überlegen sich nicht in ihrem kurzfristigen Denken, dass es eines Tages ihre Kindeskinder treffen wird, die keine Bedingungen für ein Leben mehr finden werden.
Die Menschheit verdient dann aber dann nicht die geringste Spur von Mitleid. Es braucht kein göttliches Wesen, das die Apokalypse herbeiführt. Dazu ist der Mensch alleine im Stande.
Die Natur und mit ihnen die Tier- und Pflanzenwelt wird sich ohne Mensch wieder erholen. Und es ist zu hoffen, dass sich danach nicht wieder so ein missratenes Wesen wie der Mensch entwickelt.
Es ist eine ungeheuerliche Anmaßung, diesen Menschen, wie es verschiedene Religionen und Sekten tun, als „Krone der Schöpfung“zu bezeichnen. Denn es gibt nur eine gierige Bestie: nämlich den Mensch.
Kein Tier würde es schaffen die Lebensbedingungen zu zerstören.
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass irgendein Gott (was immer man sich darunter vorstellen mag) den Menschen so erschaffen hätte. Da ist einfach in der Evolution irgendetwas schiefgelaufen.