Montag, 1. Januar 2018

Homo Sapiens – wirklich?

.

Der heutige Mensch bezeichnet sich als Homo Sapiens. Dieser Ausdruck kommt aus dem Lateinischen.
Homo steht für Mensch.
Sapiens steht für einsichtsvoll, verständig, und weise.
Der heutige Mensch bezeichnet sich also selbst als den einsichtsvollen, verständigen und weisen Menschen.
Was für eine Selbst-Beweihräucherung!

Die treffendere Bezeichnung wäre wohl Homo Tyrannus.
Tyrannus bedeutet: Herrscher, Tyrann, Alleinherrscher.

Der Mensch möchte sich die ganze Welt untertan machen, sie allein beherrschen und entpuppt sich dabei zu einem Tyrannen.
Er nimmt anderen Lebewesen (Tieren und Pflanzen) den Lebensraum und damit die Lebensgrundlage.
Er (be)nutzt Tiere wie Wegwerfartikel.
Er baut furchtbare Waffen, die mit viel Geld und Energie stetig weiterentwickelt werden, und bekämpft damit seine eigenen Artgenossen.
Er nutzt gnadenlos, rücksichtslos und grausam alles zu seinen Zwecken.
Er breitet sich immer mehr aus, dringt in die entferntesten Winkel auf diesem Planeten vor. Nichts mehr ist vor ihm sicher. Alles wird erobert und verwertet und dabei geschädigt oder gar zerstört.
Er ist dabei, diesen wunderbaren Planeten, mit seiner reichen Artenvielfalt, in einen öden, toten Krümel zu verwandeln, der im Universum um die (unsere) Sonne eiert.
Er arbeitet gegen die Natur und zerstört dabei seinen eigenen Lebensraum und seine eigene Lebensgrundlage und reißt damit sich und vieles Andere ins Verderben.
Die Lebensqualität auf diesem Planeten nimmt kontinuierlich ab.

Was ist an diesem Handeln einsichtsvoll, verständig oder weise?

.
Warum Tierversuche nicht notwendig sind  (externer Link)
oder unter Infos -> Allgemein:
Das Tierschutzgesetz  (externer Link)

oder unter Infos -> Humanmedizin:
Liste von Risikomedikamenten  (externer Link)

.
[…]

Deutschland bezeichnet sich als zivilisiertes Land. Es werden aber bei uns durch unsere Steuern finanziert, mit staatlicher Förderung und durch entsprechende Gesetze legalisiert, Tiere auf alle nur erdenkliche Arten gequält. Sie werden verstrahlt, verbrüht, verbrannt, vergiftet, gequetscht, verätzt, geschnitten, mit allen möglichen Krankheiten infiziert, ihnen werden heiße Flüssigkeiten eingeflößt, ihnen werden gezielt Organe geschädigt oder zerstört (Augen, Nieren, Herz …) , ihnen werden schwere Verletzungen zugefügt, z.B. schwere Schädelverletzungen in der Hirnforschung, ihnen werden schwere Verbrennungen zugefügt, es werden gezielt Knochen gebrochen, in der Militärforschung wird auf lebende Tiere geschossen und und und. Man läßt sie hungern oder dursten oder quält sie auf sonst irgend eine Weise. Das ganze unter dem Deckmantel der Wissenschaft.

 

Ein Staat, der solche Verbrechen fördert und sogar gesetzlich vorschreibt, ist, meiner Meinung nach, alles andere als zivilisiert!
Es ist nicht alles moralisch und ethisch vertretbar, was in einem Staat als gesetzlich zulässig definiert wurde. An dieser Stelle möchte ich daran erinnern, dass während der NS-Zeit in Deutschland medizinische Versuche an Menschen durchgeführt wurden. Zu der damaligen Zeit wurde das von der amtierenden Gesetzgebung als rechtens betrachtet.

Am 1. August 2002 wurde der Tierschutz als Staatsziel in unser Grundgesetz aufgenommen. Der Gesetzgeber werde Würde und Schutz der Tiere stärker ins Visier nehmen, wurde verkündet.
Bei den nach wie vor unglaublichen, tagtäglichen Grausamkeiten in den Tierversuchslaboratorien und in der Massentierhaltung ist diese Aussage der reinste Hohn. Nur wenn sich möglichst viele Tierfreunde in Tierschutzvereinen organisieren, kann daran etwas geändert werden.

 

Eine einzelne Schneeflocke bewirkt nichts, aber bedenken Sie, was für eine ungeheure Gewalt eine Lawine entwickelt. Diese besteht nur aus (vielen) Schneeflocken!

Ein einzelner Wassertropfen bewirkt auch nichts. Aber viele Wassertropfen können Kraftwerke betreiben oder gewaltige (Natur-)Kräfte in einer Flut entfalten der kein Damm auf Dauer standhalten kann.

Auch ein einzelner Mensch ist nahezu machtlos. Aber wenn sich viele Menschen zusammenschließen und sich gemeinsam für eine Sache einsetzen kann in allen Bereichen eine Veränderung (Verbesserung) bewirkt werden.

Ich bitte Sie darum, auch eine Schneeflocke, ein Wassertropfen, ein MENSCH zu sein, der mithilft, etwas zu bewirken.
Stellen Sie aber an sich selbst keine zu großen Ansprüche und setzen Sie Ihre Erwartungen nicht zu hoch an. Es besteht sonst die Gefahr, dass Sie schon bald entmutigt wieder aufgeben.
Jeder Schritt in die richtige Richtung, auch wenn er noch so klein sein sollte, ist besser als gar keiner.

 

[…]
Für ihre Lieblinge zuhause ist den Deutschen fast nichts zu teuer, aber nur 20 oder 30 Euro Jahresbeitrag für die Mitgliedschaft in einem Tierschutzverein ist scheinbar zu viel.
20 Euro Jahresbeitrag (nicht mal 5,5 Cent pro Tag oder 1,67 Euro pro Monat) kann sich doch so gut wie jeder leisten, auch Studenten und Arbeitslose!

Oder gibt es da noch andere Gründe?
Ist es Egoismus? Denken vielleicht viele, dass durch Tierversuche Medikamente gefunden werden, die ihnen bei evtl. künftigen Erkrankungen helfen werden?
Genau das Gegenteil ist der Fall! Die überwiegend unvorstellbar grausamen Tierversuche behindern die Medizin, bringen falsche Ergebnisse und sind deshalb für uns Menschen ein unkalkulierbares Risiko.

 

Hier nur zwei Beispiele:

Digitalis erhöht in gefährlicher Weise bei Hunden den Blutdruck und seine Anwendung beim Menschen wurde deshalb um Jahrzehnte verzögert. Später fand man seine gute Wirkung bei Herzinsuffizienzen und dass es den menschlichen Blutdruck senkt.

Die Cyanidsäure (als Salz Cyankali genannt) ist für den Menschen so giftig, dass er schon vom Geruch dieser Substanz sterben kann. Schafe, Kröten, Stachelschweine und andere Tierarten vertragen größte Mengen dieses Giftes ohne Reaktion.

Weitere Beispiele finden Sie hier auf meiner Homepage unter „Wirkungsweisen bei Mensch und Tier“.

 

[…]

215000 Medikamentengeschädigte und 25000 bis 30000 Medikamententote pro Jahr nur in Deutschland sprechen eine deutliche Sprache. Diese Medikamente wurden alle an Tieren getestet. Sie wurden nicht nur für ungefährlich, sondern auch noch hilfreich für den Menschen befunden !!!!
Erkenntnisse aus der Forschung mit Versuchstieren auf den Menschen zu übertragen gleicht einem russischen Roulett. Ein Flugzeugkonstrukteur testet neu konstruierte Bauteile und Flugzeuge ja auch nicht unter Wasser, sondern im Windkanal bzw. in der Luft. Ein Test unter Wasser bringt nur bei wenigen Einzelheiten vergleichbare, aber überwiegend falsche Ergebnisse.
Haben Sie schon mal ein U-Boot fliegen sehen?
Jetzt fragen Sie vielleicht: „Sollen solche Experimente etwa mit Menschen gemacht werden?“
Dafür gibt es nur eine Antwort: Niemals!



Es gibt aber Möglichkeiten für die medizinischen Forschung die nicht nur als Ersatz für Tierversuche angesehen werden können, sondern deren Aussagekraft weit übertreffen. Diese erbringen genauere und verlässlichere Ergebnisse als Tierversuche und sind somit weniger gefährlich für uns Menschen.
Hierzu zählen zum Beispiel In-vitro-Studien (im Reagenzglas) mit Zellkulturen, Gewebeproben, Mikroorganismen usw. Auch mit menschlichen Zellkulturen (Hautzellen, Blutzellen, Nervenzellen … aber keine Versuche mit Embryonen!!). Die Möglichkeiten der In-vitro-Methodik sind noch längst nicht ausgeschöpft.



Hier sollte geforscht werden, und nicht mit Tierversuchen, die eher gleichzusetzen sind mit Folterungen wie im Mittelalter. Tierversuche bringen falsche Ergebnisse und sind daher ein unkalkulierbares Risiko für uns Menschen. Tierversuche durchzuführen und die Erkenntnisse daraus auf den Menschen zu übertragen ist einfach unverantwortlich!



Lesen Sie dazu bitte auch auf den Seiten der Vereinigung „Ärzte gegen Tierversuche e.V.“ unter
„Wir über uns“ -> „Grundsatzerklärung“  (externer Link)
Sie fragen sich wahrscheinlich jetzt: „Wenn das wirklich so ist, warum werden dann Tierversuche weiterhin durchgeführt?“
Kurz gesagt: Wegen dem großen Geschäft das damit verbunden ist.
Hier arbeiten wieder Politik und Wirtschaft Hand in Hand. Die Tierversuche sind gesetzlich vorgeschrieben und die Politik hat die dafür nötigen Gesetze gestaltet (“unabhängige Politiker“ als Aufsichtsräte in der Pharmaindustrie!).
Die Weltgesundheitsorganisation hält 300 Medikamente für ausreichend. Bei uns in Deutschland werden aber derzeit mehr als 30000 Medikamente angeboten. Aber trotzdem forscht die Pharmaindustrie auf “Teufel komm raus“ um immer wieder neue Medikamente auf den Markt zu bringen.

Wenn ein Pharmakonzern ein Medikament hat, dass kurz vor der Zulassung steht, wird dadurch oft der Börsenkurs nach oben getrieben, weil erwartet wird, dass mit diesem Medikament der Umsatz und Gewinn gesteigert werden kann. Deshalb versuchen die Pharmakonzerne, immer wieder neue Medikamente auf den Markt zu bringen. Am besten sind da Medikamente die nur die Symptome bekämpfen, aber nicht die Ursachen. So bleibt die Schar der Abnehmer groß und die Gewinne sprudeln kräftig und länger.
Wenn sich herausstellt, dass ein Medikament gesundheitliche Schädigungen hervorruft, dann wird das erst mal verschwiegen und verharmlost. Es werden „unabhängige Gutachter“ eingeschaltet und es wird auf die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften (Tierversuche!!) verwiesen.

 

Irgendwann läßt sich dann das ganze nicht mehr vertuschen und das Medikament muss vom Markt genommen werden. Aber bis dahin wurden damit schon Millionen verdient.
Die Geschädigten haben so gut wie keine Chance mit einer Schadenersatzklage durchzukommen. Der Pharmakonzern hat, wie schon gesagt, alle gesetzlichen Vorschriften eingehalten und es war nicht abzusehen, dass das Medikament für den Menschen eine schädliche Wirkung entfaltet.
Das heißt: Keine Entschädigung — Basta!
Hier dienen die Tierversuche als Absicherung und Alibifunktion für die Pharmakonzerne!
Schadenersatzforderungen werden damit abgeblockt!

.

http://www.homo-tyrannus.de/

.

Gruß Hubert

Dienstag, 26. Dezember 2017

Ein kleiner Hundetraum

.

Ein kleiner Hundetraum

.
.

Unter einem Weihnachtsbaum,
da liegt ein kleiner Hundetraum.
Ein Welpe, so ein süsser Schatz,
Geschenk für den Familienfratz.
Doch diese hält vom Hund nicht viel,
mag lieber meist ihr Videospiel.

Der Hund, der will ein wenig Liebe,
bekommt jedoch nur Tritte, Hiebe.
Und weil er auch nicht immer hört,
ist das Familienglück gestört.

Das Tisch – und Stuhlbein angenagt,
wird er in den Hof gejagt.
Dort lebt er Tage, Wochen, Jahre,
niemand kämmt mal seine Haare.

Bewachte er den Hof und bellte,
gab es für den Lärm noch Schelte.
Die Zeit geht rum, und er wird alt,
die Nächte, die sind immer kalt,
Ganz einsam, ohne etwas Schutz,
liegt er dort in seinem Schmutz.

Er hofft noch immer auf ein Wunder,
denn seine Jahre werden runder.
doch Liebe, die bekommt er nicht.
Bei Kälte da quält ihn die Gicht.
Doch die Familie kümmert´s nicht.

Er würd’ doch ALLES für sie machen,
während sie unterm Christbaum lachen.
Er würde ihnen sein Leben schenken,
damit sie nur einmal an ihn denken.

Er ist so einsam und so schwach
und hofft so sehr auf die heil´ge Nacht.
Und dass ein Engel ihn bewacht.
Denn wenn er geht, so ganz allein,
hofft er, dass doch Jemand um ihn weint….

Dieses Jahr unter der Tanne liegt für die Tochter dort ein Nerz,
und draussen, einsam in der Kälte stirbt ganz allein ein Hundeherz.
Nach Jahren unterm Weihnachtsbaum,
erlischt ein kleiner Hundetraum.

 .

.

(Verfasser(in) leider unbekannt)

.
.

Entliehen von wolodja51.wordpress.com

.
.

Gruß Hubert

 

Freitag, 13. Oktober 2017

Wildschweingatter im Kanton Zürich geplant

.

Unglaublich wie brutal es bei der Gatterjagd mit Wildschweinen zugeht. Im Video des Beitrages ist zu sehen wie eine Rotte Hunde das Wildschwein einkreisen, hineinbeißen und dann kommt ein Mann (wohl ein Jäger) liegt sich auf das Wildschwein drauf und sticht mit einem Messer hinein. Entsetzlich wie man das Wildschwein einen Schrei ausstoßen lässt. Was sind denn das für Ungeheuer, die sowas tun können? Zu den Menschen  rechne ich solche Monster nicht, wenn dann zu den menschlichen Bestien.

Hier ein Auszug aus wildbeimwild.com (auf der Originalseite sieht man auch das oben genannte Video).

Wildschweingatter im Wald in Elgg Heurüti

Das Wildschwein-Guantanamo

Das Projekt sieht ein rund 6,4 Hektare grosses Gehege mit Wildschweinen im Wald vor, das in vier Bereiche unterteilt ist. Zuständig für die Tiere sind speziell ausgebildete Gattermeister. «Sie müssen die Wildschweine sehr gut kennen, die Tiere sollten ihnen praktisch aus der Hand fressen», sagt Philipp. Nur so könne man gewährleisten, dass sie sich im Krankheitsfall einfangen liessen und es nicht zu Fluchtreaktionen komme. Der Kontakt zum Mensch werde täglich über Fütterung, Zaunkontrolle und Training stattfinden.

Tierquälerei im Wildschweingatter

.

Tierschutz versus Hobby-Jäger


Aus Tierschutzgründen ist die Arbeit im Schwarzwildgatter und Schliefenanlagen klar abzulehnen. Es handelt sich um eine Ausbildungsmethode an lebenden handzahmen Tieren, die der Wildbahn oder Zoos entnommen, ihr Leben in einem Gatter fristen und nach Gebrauch oder Untauglichkeit getötet werden.

Tiere in derartigen Anlagen erleben bei jedem Training auf’s neue Todesangst und Stress. Was man unter „artgerechter Betreuung und Tierschutz“ in diesem Zusammenhang versteht, mag man sich gar nicht erst vorstellen.  Nebst dem Risiko, durch ein sich stellendes Schwein verletzt zu werden, besteht bei Wildschweinjagden und Trainings im Schwarzwildgatter auch eine nicht unbeträchtliche Gefahr, dass sich Hunde dabei mit dem tödlichen Virus der Aujetzky-Krankheit (Pseudo-Wut) infizieren! 2016 gab es in Deutschland neue Fälle dieser Epidemie. Wildschweingatter ziehen eigentlich nur Ärger und Probleme an.

.


Die Praxis hat gezeigt, dass es immer wieder zu schwersten Verletzungen von Tieren bei der Arbeit im Gatter – analog zu den Schliefenanlagen mit den Füchsen – kommt oder spätestens auf der Jagd.

Die Verantwortlichen auf der Gemeinde Elgg wären gut beraten, wenn sie sich mal richtig bei Fachleuten wie Wildtierbiologen und nicht bei den Hobby-Jäger informieren lassen würden. Insbesondere auch über die Füchse. Überall wo Füchse stark bejagt werden, gibt es auch die meisten Probleme mit Überpopulationen, Krankheiten, Schäden usw. Nur weil Hobby-Jäger etwas behaupten, heisst dies noch lange nicht, dass es auch wahr oder auf wissenschaftlichen Fakten beruht. Nirgends wird so viel gelogen, gemauschelt, getrickst, vertuscht, manipuliert usw, wie bei den Hobby-Jäger.

Wir haben beobachtet, dass Fuchsmütter dort, wo man die Tiere jagt, mehr Junge zur Welt bringen. Man könne zwar mit einem Abschuss punktuell eine Entlastung schaffen, doch in Kürze werden die freien Reviere wieder eingenommen. Die Natur reguliert das selbst. – Wildhüter Fabian Kern Stadt Zürich

Bei einer genauen Analyse, will die Mehrheit der Hobby-Jäger nur einem perversen und blutigen Hobby auf Kosten des Tierwohls und der Allgemeinheit frönen. Da ändern auch Titel wie „Leiter einer kantonalen Fischerei- und Jagdverwaltung“, „Jagd- und Fischereiverwalterkonferenz“ oder „Kompetenzgruppe“ nichts. Diese Hobby-Jäger versuchen nur das zu erhalten und fördern, was sie und ihresgleichen am besten können: Wildtiere terrorisieren.

Entgegen der Behauptung von Urs Philipp, Leiter der kantonalen Fischerei- und Jagdverwaltung im Kanton Zürich, („Man habe sich mit lokalen Tierschutzorganisationen abgesprochen und bereits einen Bestandestierarzt gefunden“), unterstützt der Zürcher Tierschutz die Anlage auch nicht!

Der  Zürcher Tierschutz lehnt die Anlage ab, weil es 1. Stress und Verletzungsgefahr für Wildschweine und Hunde bedeutet, und 2. weil der Tierschutz grundsätzlich den Ansatz solcher Anlagen falsch findet: Der Tierschutz ist überzeugt, dass Bewegungs-/Treibjagden durch die vielen Fehlschüsse deutlich mehr Tierleid verursachen als gezielte Abschüsse durch Ansitzjagd, 3. solche Anlagen im nahen Ausland zur Verfügung stehen.

Viele dieser Hobby-Jäger haben ein Wissen über Wildtierbiologie, Tierschutz, Ökologie usw. wie ein Sonderschüler bei Schulabschluss.

Was z. B. früher im Kanton Genf ebenfalls Hunderte Hobby-Jäger schlecht gemacht haben, erledigen heute 3 Vollzeitstellen mit einem Dutzend WildhüterInnen weitaus besser.

Wildschweine regulieren ihren Bestand selbst – zumindest dann, wenn sie in intakten Familienverbänden unterwegs sind.

Für die explosionsartige Vermehrung der Wildschweine sind die Hobby-Jäger selbst verantwortlich. Die Hauptursache einer angeblichen Überpopulation und Schäden liegen immer auch an der falschen Bejagung wie z. B. der Leitbachenabschuss der Hobby-Jäger. Die Hobby-Jäger haben genug Probleme im Kanton Zürich verursacht und noch keines gelöst!

Der Schweizer Tierschutz (STS) hat unlängst ein Positionspapier veröffentlicht, was von der Ausbildung und Einsatz von Jagdhunden in der Schweiz zu halten ist. Nämlich rein gar nichts (ausser der Nachsuche).

Bei der Konfrontation mit Hunden im Gatter sind die Schweine gemäss einer Studie ähnlich stark gestresst, wie wenn sie zwangsweise von ihrer Rotte oder dem Muttertier getrennt würden. Dieser Belastung werden sie immer wieder neu ausgesetzt. Zudem können Unfälle nicht gänzlich vermieden werden – die Hunde laufen dann grosse Gefahr, nicht bloss mit einer Schramme davon zu kommen, sondern (tödlich) verletzt zu werden! Das Bundesamts für Umwelt BAFU sieht denn auch die Anwesenheit eines Tierarztes und von „Erste Hilfe-Material“ an jedem Trainingstag vor)!

Hier sieht man das VIDEO

.https://videopress.com/embed/8kdGhXtR?hd=0&autoPlay=0&permalink=0&loop=0


.

Da ist der Kanton Genf mit seinem modernen Wildtiermanagement mit Wildhütern Jahrzehnte voraus. Dort braucht es keine Treib- und Drückjagden mit bellenden Jagdhunden, obwohl immer sehr viele Wildtiere aus den umliegenden Gebieten in den Kanton Genf flüchten und bleiben, wenn in Frankreich oder Kanton Waadt Treibjagden analog zum Kanton Zürich praktiziert werden. Die Bevölkerung von Genf, würde ein Wildschweingatter im Kanton niemals gutheissen.

Die IG Wild beim Wild hat vor kurzem einen umfassenden Artikel „Wildschweingatter, Nein Danke“ zur tierquälerischen Thematik veröffentlicht und wird das Projekt in Elgg bekämpfen.

[…]

Wildschweingatter fördern tierquälerische und barbarische Treib- und Drückjagden und somit miserabelste Fleischqualität, Tierquälerei, Hundemissbrauch usw.

Die Taten der Hobby-Jäger im Wildschweingatter und auf der Jagd widersprechen diametral den schweizerischen Tierschutzgesetzen z. B. Art 26 und Art. 4.

Ein Wildschwein-Guantanamo ist eine gute Möglichkeit, den Ruf einer Gemeinde zu ruinieren. Als gutes Lernbeispiel dient aktuell die Gemeinde Hefenhofen im Kanton Thurgau. Wenn man den Namen Hefenhofen heute hört, denkt man unweigerlich an Tierquäler, Tierquälerei, Versagen der Gemeinde, Kanton und Veterinäramt.
.

Wildschweingatter im Kanton Zürich geplant

.

Gruß Hubert


Mittwoch, 30. August 2017

Österreichische Behörden raten, Ziegen und Schafe nicht an Muslime zu verkaufen


Dazu kann ich diesen Behörden nur mein höchstes Lob aussprechen und BRAVO sagen. Bei mir stehen Tiere und Tierleid VOR Religion und Tradition.

Wer das rechts nennen will soll es tun, es ist mir absolut wurscht! Warum sollen wegen Muslimen Tiere auf so grausame Weise umgebracht werden?? Nebenbei ist es ein Schmarrn, dass Tiere restlos ausbluten, aber da fehlt die Intelligenz das zu verstehen.

Hier ein Bericht aus derwesten.de

.
muslim-Opferfest
Zum muslimischen Opferfest werden traditionell Schafe oder Ziegen geschlachtet.
Foto: imago stock&people / imago/Depo Photos
.
.

Für Muslime weltweit steht das Opferfest kurz bevor

Traditionell wird zu den Feiertagen ein Schaf oder eine Ziege geschlachtet

In Österreich haben die Behörden nun Warnungen an Landwirte ausgesprochen


Graz.  Dieses Schreiben der österreichischen Behörden hat es in sich! Darin wird davor gewarnt, kleine Wiederkäuer an Personen zu verkaufen, wenn der Verdacht bestehe, dass das Tier geschächtet werden könnte, berichtet der österreichische „Standard“. Ein Bio-Bauer hatte sich verwundert und verärgert an die Zeitung gewandt, weil er das Schreiben als einen „Verkauft nicht an Muslime“-Aufruf auffasste.

In dem Brief machten die Behörden Schaf- und Ziegenhalter darauf aufmerksam, dass Muslime in Kürze das Opferfest feierten. In diesem Jahr fällt das höchste muslimische Fest auf die Zeit vom 31. August bis 4. September. Traditionell wird zu diesem Anlass ein Tier geschlachtet. Es sei üblich, „zu opfern und rituell, das heißt ohne vorangehende Betäubung, zu schlachten“, zitiert „der Standard“ aus dem Brief an die Landwirte.

Bei wem ist Verdacht angebracht?

Das Schächten ist in Österreich – wie auch in Deutschland – grundsätzlich nicht erlaubt. Nur Betrieben mit Sondererlaubnis ist es gestattet. Die Landwirte sollten deshalb keine kleinen Wiederkäuer an Personen verkaufen, „wenn der Verdacht besteht, dass diese Tiere geschächtet werden“, zitiert „der Standard“ weiter.

„Bei welchem Menschen besteht der Verdacht, dass sie Gesetze nicht einhalten? Bei Menschen mit dunkler Hautfarbe? Bei Menschen mit ausländischem Akzent?“, wollte der Bio-Bauer, der das Schreiben an die Journalisten weitergeleitet hatte, wissen.

Behörden haben keine Antworten auf Nachfrage

Ausgereifte Antworten erhielten auch die „der Standard“-Journalisten auf Nachfrage bei den Behörden nicht. Niemand wolle so recht verantwortlich für den Brief sein. Auf welcher Rechtsgrundlage der Brief erstellt und verschickt wurde, sei unklar, berichtet die Tageszeitung online.

Im vergangenen Jahr hatte es dem Bericht zufolge allein im österreichischen Bezirk Weiz 79 illegale Schächtungen gegeben. In der gesamten Steiermark gebe es nur zwei Betriebe mit Ausnahmegenehmigungen. (jkali)

.

Mehr zum Thema:

.

Österreichische Behörden raten, Ziegen und Schafe nicht an Muslime zu verkaufen

.

Gruß Hubert

Samstag, 26. August 2017

Ein „Problembär“ weniger

.
Vorausgeschickt.

Der Beitrag der Frankfurter Rundschau ist aber viel zu tier-kritisch, anstatt die Zeitung sich auch mit dem Fehlverhalten des Menschen befassen würde.


Im Trentino gab Landeshauptmann Ugo Rossi die Genehmigung zum Abschuss des Bären „JK2“. Es wäre auch möglich gewesen den Bär zu betäuben, einzufangen und in ein Gehege zu verbringen. Sie rufen zum Boykott der Region Trentino und ihrer Produkte auf. In den beiden Provinzen Trient aber noch mehr in der Provinz Bozen fehlt das Bewusstsein und die Sensibiltät für Bären oder auch Wölfe. Die agrarische Prägung schlägt da noch zu stark durch. Da wird Stimmung gemacht und man bleibt nicht bei den Fakten. Da werden schon auch mal Kinder ins Spiel gebracht, die von Bären gefährdet würden. In meinem Bekanntenkreis war sogar eine Frau, die schon vor Jahren sagte, dass Bären auch auf Kinderwägen losgingen ??
Auch der bekannte ehemalige Extrembergsteiger Reinhold Messner bläst ins gleiche Horn der Bären-Beseitiger und hält den Abschuss des Bären „KJ2“ für richtig. „Es war richtig, weil gefährlich. Auch Ängste der Bauern verständlich.“

Die Bärin KJ2 habe den 69 Jahre alten Spaziergänger gebissen, nachdem der mit einem Stock auf sie losgegangen war.

.
messner-r-f__r20abschuss-d-b__ren-twit
.

Aus der Frankfurter Rundschau.


Ein „Problembär“ weniger




Die Erschießung von„KJ2“ in der italienischen Provinz Trient löst eine Debatte aus. Hätte man die Bärin nicht betäuben und einfangen können?

.
8lptlv44jjq

Die Tiere greifen meist nur zur Selbstverteidigung an. Foto: rtr

.

Seit drei Wochen war sie zur Fahndung ausgeschrieben, die Problembärin KJ2. Das 14 Jahre alte Tier hatte zwei Mal Menschen verletzt, erst einen Jogger, dann im Juli einen Spaziergänger in den Dolomiten, der mit schweren Bisswunden am Arm ins Krankenhaus kam.

Am Wochenende ist die Braunbärin nun erlegt worden, wie die Provinz Trient mitteilte. 30 Männer der Forstpolizei hatten sie in den Bergwäldern oberhalb der Stadt Trient aufgespürt und erschossen. Ein offizielles Foto zeigte den massigen, 130 Kilo schweren Körper niedergestreckt im Gras.

Italiens Umwelt- und Tierschutzverbände sind hellauf empört. Sie drohen dem Präsidenten der norditalienischen Region, Ugo Rossi, der den Abschuss angeordnet hatte, mit einer Klage. Ihrer Meinung nach hätte es ausgereicht, KJ2 einzufangen, zu betäuben und in ein anderes Gebiet umzusiedeln, weiter entfernt von Wanderwegen und Menschen. „Besser ein toter Bär als ein verletztes Kind“, sagt dagegen Rossi.

Seit 1999 läuft im Trentino das von der EU finanzierte Projekt „Life Ursus“, mit dem Braunbären in den Alpen wieder heimisch gemacht werden sollen, nachdem sie fast ausgerottet waren. Zehn Bären wurden aus Slowenien geholt und im Naturpark Adamello-Brenta ausgesetzt. Inzwischen leben in den Wäldern des Trentino und Südtirols rund 50 Exemplare. Doch wie auch im Fall der Wölfe schafft der erfolgreiche Artenschutz zahlreiche Konflikte.

Besser ein toter Bär als ein verletztes Kind.

Ugo Rossi,  Präsident der norditalienischen Region Trient

Eine Anti-Bären-Front hat sich formiert: Bauern und Viehzüchter klagen über Attacken auf ihre Schafe, Imker fürchten um ihre Bienenstöcke, und die rechte Lega Nord sieht das Tourismusgeschäft bedroht. Vergangenes Jahr wurden in der Provinz Trient allein 185 von Bären verursachte Schäden angezeigt.

Das größte Problem ist jedoch, dass sich ab und zu auch Menschen und Bären ins Gehege kommen. Der Begriff „Problembär“ wurde schon vor mehr als zehn Jahren bekannt, als JJ1, genannt „Bruno“, wochenlang die deutschen und internationalen Medien beschäftigte. Der Bär war aus dem Trentino bis nach Bayern gewandert und nach 170 Jahren der erste, der sich in Deutschland in freier Wildbahn bewegte. Bruno riss Schafe und plünderte Kaninchen- und Hühnerställe.

Drei Wochen versuchte man vergeblich, ihn lebend zu fangen, dann wurde er erschossen. 2008 ereilte seinen Bruder JJ3 dasselbe Schicksal. Vor drei Jahren schließlich erregte der Tod der Bärin „Daniza“ in Italien Aufsehen. Die Mutter von zwei Bärenjungen hatte einen Pilzsammler mit Prankenhieben verletzt und sollte betäubt und umgesiedelt werden. Doch das Narkosemittel führte zum Herzstillstand.

Tier- und Umweltschützer argumentieren, dass Bären Menschen nur zur Selbstverteidigung angreifen. Daniza habe ihre Jungen schützen wollen. Die Bärin KJ2 habe den 69 Jahre alten Spaziergänger gebissen, nachdem der mit einem Stock auf sie losgegangen war. Italienische Umweltverbände, darunter der Tierschutzbund Enpa, nennen die Erschießung des Tiers ein Verbrechen und rufen zum Boykott der Region Trentino und ihrer Produkte auf. Legambiente wirft den Behörden Versagen vor. Es fehle eine Strategie für das Zusammenleben von Mensch und Bär. Der WWF Italien kündigte rechtliche Schritte an.

Von Regina Kerner

.

Ein „Problembär“ weniger

.

dhmpplbxuaerrjf_l

Der abgeschossene Bär „JK2“

dhmmmniw0aehvj2_l

Anstatt des Frosches des Künstlers Martin Kippenberger (+) „Zuerst die Füße“ nun ein Bär am Kreuz.

.

Gruß Hubert

Samstag, 8. Juli 2017

Stierhatz in Pamplona

Zur Stierhatz in Pamplona und zu den Stierkämpfen in Spanien allgemein kann ich nur sagen: pervers und Bestie Mensch.

Es darf keine Tierquälerei aus Gründen von irgendwelchen Traditionen oder von Religion geben. „

„Das sei ein sehr schönes Fest“, sagt ein Stadtführer. Ganz sicher nicht!

Hier aus Tagesschau.de
.

Spaniens umstrittenste Stierhatz

.
Stand: 07.07.2017

Eine Woche lang werden Stiere durch die Altstadt von Pamplona gehetzt. Schon am ersten Tag sind drei Menschen verletzt worden. Das ist nicht das Einzige, was für Kontroversen sorgt.

Von Oliver Neuroth, ARD-Studio Madrid

Die knapp einen Kilometer lange Strecke durch die Altstadt ist der Weg für die sechs Kampfstiere in die Arena von Pamplona. Jeden Morgen um acht Uhr werden sie über Kopfsteinpflaster getrieben, rutschen immer wieder aus.

Immer wieder gibt es dabei Verletzte, so auch schon in diesem Jahr am ersten Tag. Denn Tausende Besucher in weißen Hemden, weißen Hosen und roten Halstüchern sehen einen Kick darin, als Mutprobe ein paar Meter mit den Stieren zu laufen.

.
8ukjb7x6u7z
Waghalsige Läufer legen eine Strecke mit den Stieren zurück – und werden dabei oft verletzt.
.

Vergangenes Jahr: Massive Beschwerden gegen „Grapscher“

1,5 Millionen Besucher werden insgesamt erwartet. Sie drängen sich durch die Gassen der Stadt, die nur 200.000 Einwohner hat. Dabei kommt es oft vor, dass die Hände vieler Männer nicht dort blieben, wo sie sollten: Frauen beklagen sich immer wieder über sexuelle Übergriffe – im vergangenen Jahr gingen so viele Beschwerden ein wie noch nie.

Die Stadt reagiert: Sie hat Infostände aufgebaut, verteilt Flyer, überwacht die Straßen mit Kameras und rät Frauen, die sich belästigt fühlen, laut „Feuer“ zu rufen, um andere Besucher auf sich aufmerksam zu machen. „Ich denke und hoffe, dass dieser hässliche Teil von Sanferines der Vergangenheit angehört und dass die vielen Besucher nun besser als bisher die Rechte von Frauen beachten“, so Stadtsprecherin Lucinda Poole.

 

Tierschützer gehen auf die Barrikaden

 

Und was ist mit den Rechten der Stiere? Diese Frage stellen Tierschützer. Etwa 100 von ihnen malten sich im Vorfeld der Feierlichkeiten blutrot an und stellten sich vor das Rathaus von Pamplona. Sie hielten Schilder hoch mit Sätzen wie „Stiere sterben in Pamplona einen blutigen Tod“. Der Tierschutzverband „tortura no es cultura“ („Folter ist keine Kultur“) kritisiert, ein Fest wie Sanfermines passe nicht ins 21. Jahrhundert.


Demonstranten gegen Stierhatz in Pamplona | Bildquelle: AP
Demonstration gegen das Stiertreiben in Pamplona

Stiere seien es nicht gewohnt, schnell zu laufen, sagt Tierschützerin Ana Esteban. „Ihre Körper sind nicht darauf ausgelegt, sie leiden darunter sehr. Sie sind danach müde, erschöpft und müssen abends dann völlig kaputt zum Stierkampf antreten, wo ihnen zusätzlich große Schmerzen zugefügt und sie schließlich getötet werden.“

Tradition reicht bis 1591 zurück

Die Organisatoren von Sanfermines weisen darauf hin, dass die Stierhatz und der Stierkampf nur Teile der Festlichkeiten sind, deren Tradition bis ins Jahr 1591 zurückreicht. Die Stadt plant insgesamt 425 Veranstaltungen, vor allem Konzerte, Tänze und Umzüge mit riesigen Pappmaché-Figuren.

Das sei ein sehr schönes Fest: „Ob man die Stierhatz mag oder nicht – hier wird 24 Stunden am Tag gefeiert“, sagt Stadtführer José Aldunate. Es fließe viel Alkohol, aber darauf komme es nicht nur an. „Hier haben alle Freude: Du triffst 20-Jährige, die mit ihren 80-jährigen Großeltern unterwegs sind und zusammen feiern“, so Aldunate.

.

Stierhatz in Pamplona

.
Gruß Hubert

Die Aggression der Jäger


.

Es fiel mir schon oft auf, dass Jäger anders ticken, einen Hang zur Aggression haben und oft auch sehr rabiat sind. Ich möchte nicht wissen wie viele „Unfälle“ auch im privaten Bereich darauf zurück gehen, dass Jäger ot unbeherrscht sind und mit Frustration nicht gut umgehen können. Abstoßend finde ich auch die Sprache der Jäger.

Hier ein Auszug von wildbeimwild.com



.

Jäger besser verstehen: Aggression

.

Menschen jagten Wildtiere seit Jahrtausenden hauptsächlich während klimatischen Notzeiten.

Im Laufe der Zeit hat sich jedoch die Begründung für die Jagd stark verändert. Jagdaktivitäten dienten früher als Mittel für Nahrung, Kleidung, wirtschaftliche Notwendigkeit, Vergnügen und als Ritual.

Die IG Wild beim Wild konzentriert sich insbesondere auf die Tierquälerei bei der Jagd als Hobby- oder Freizeitaktivität das, was zu einem zunehmend sehr umstrittenen Zeitvertreib geworden ist und von der Mehrheit der Bevölkerung nicht mehr vorbehaltlos unterstützt wird.

Heute kann sich praktisch niemand mehr an positive Jagdvorfälle erinnern, die zum allergrössten Teil das Helferbild des Jägers untermauern.

„Einst war Jagd in der Öffentlichkeit selbstverständlich und hoch angesehen. Aber das ist schon über 100 Jahre her. Mit der rasch zunehmenden Urbanisierung der Menschen und mit dem Aufkommen des Tierschutzes vor einigen Jahrzehnten wurde die Jagd immer mehr in ein unerwünschtes, nicht mehr zeitgemässes Eck gedrängt. Die Bejagung und Nutzung der Wildtiere durch Jäger wurde als Stachel für den Tierschutz und auch den Naturschutz angesehen. Hätte man das Volk über die Existenz der Freizeitjagd, wie wir sie kennen, abstimmen lassen, so wäre sie zumindest in jenen Ländern, in denen die Stadtbevölkerung dominiert, längst abgeschafft worden“, schrieb Professor Friedrich Reimoser, Veterinärmedizinische Universität Wien, bereits vor 10 Jahren.

.

Alle zwei Wochen wird in der Schweiz eine Frau von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet. Darüber wird kaum gesprochen. Wie viele Jäger da wohl beteiligt sind? Zahlen nicht nur aus Deutschland lassen nichts Gutes erahnen. Und wenn es in den Medien zum Thema wird, dann ist nicht die Rede von Mord, sondern von Familiendramen.


Damit wird suggeriert, dass die Frau eine Mitschuld an ihrem Tod hat. Dabei wurde sie getötet, weil ein Mann nicht akzeptieren wollte, dass seine Frau ihm nicht gehorcht. Doch darüber redet die Politik nicht. Das Parlament debattiert lieber über Wölfe, die ein paar Schafe gerissen haben.

Nicht nur unter Akademiker wird unlängst spekuliert und diagnostiziert, dass die heutige Jagd durch gewalttätige männliche Aggression und Unterdrückung motiviert werden kann, die von sozialer Aggression und räuberischen aggressiven Instinkten sowie anderen psychologischen Defiziten hergeleitet wird. Studien zeigen zudem konsequent, dass Jäger körperlich sowie verbal aggressiver und feindseliger sind als Nichtjäger. Jäger benützen sogar eine eigene primitive Sprache. Die Jägersprache ist sowohl für den Alltagsgebrauch als auch im wissenschaftlichen Kontext irrelevant. Es ist nichts anderes als eine Verschandelung der deutschen Sprache.

.

Die niederen Gefühle, die Menschen zum Töten veranlassen, sind beim Jäger entfesselt. Aggression kann verschiedene Formen haben. Meist wird sie ausgelöst durch negative Emotionen, zum Beispiel Furcht vor einer Bedrohung oder Hass. Menschen gehen dagegen vor, indem sie den Bedroher zurückweisen. Das ist die eine Seite. Die andere ist die sogenannte appetitive Gewalt. Es gibt Befunde, dass Menschen, die töten, sich nicht nur daran gewöhnen, sondern auch lernen, Lust dabei zu empfinden.

„Wenn man eine Weile getötet und gejagt hat, dann entstehen dabei positive Gefühle, auch bei ganz normalen Menschen“, sagt der Forscher Thomas Elbert.

Adrenalin, Cortisol und Endorphine werden ausgeschüttet. Schmerz wird unterdrückt. Es kommt zu einer Art Blutrausch. In die Jagd zu ziehen und zu töten, kann Spass machen, und zwar nicht nur, weil eine Beute oder ein Sieg in Aussicht steht. Zumindest bei vielen jungen Männern. Mit 16 oder 17 sind Jugendliche am verletzlichsten. Da verstehen die Männer noch nicht so genau, wie das Leben läuft. Je älter die Menschen werden, desto geringer ist die Gefahr, dieser Lust zu verfallen.

[…]

Jeder Soldat wird ausgemustert, sobald sich herausstellt, dass er das Töten liebt. Weshalb ist das bei den Jägern nicht auch der Fall?


Hier weiterlesen:

Die Aggression der Jäger