Freitag, 30. September 2016

Die schamlosen Lügen von Funktionären der Fleischindustrie

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Es ist nicht zum Aushalten wenn solche Funktionäre von Tierwohl reden. In den Ställen jener führenden Lobbyisten herrschen Zustände die solches Gefasel Lügen strafen und unbeschreiblich sind. Aber alles abstreiten geht bei „hohen Herren“ immer! Wenn ein totes Tier im Stall liegt, wird auch noch unterstellt, Tierschützer hätten das tote Tier dort abgelegt.

Welche Individuen sind das nur…

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Kein Schwein


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Unsägliches Grauen in den Schweine- und Geflügelställen hochrangiger Funktionäre der Tierindustrie, namentlich

  • Paul Hegemann, Vorsitzender des Zentralverbandes der Deutschen Schweineproduktion (ZDS)

  • Thomas Storck, Präsident des Zentralverbands der Deutschen Putenerzeuger

  • Helmut Gumpert, Präsident des Thüringer Bauernverbandes

  • Johannes Röring, CDU-Bundestagsabgeordneter, Bauernpräsident in Westfalen-Lippe, Vorsitzender des Fachausschusses Schweinefleisch im Deutschen Bauernverband

Unermüdich säuseln diese Leute Worte wie „Tierwohl“, „tiergerecht“ oder „glückliche Tiere“ in Mikrofone. Und die Mehrheit gibt sich als willfährige Konsumjünger.

In den Ställen jener führenden Lobbyisten hingegen leiden schwer verletzte verdreckte Tiere mit klaffenden Wunden, die im Dunkeln in ihrem eigenen Kot liegen. Der Gestank ist bestialisch, die Tierschützer müssen ihre Aufnahmen zwischenzeitlich unterbrechen. In der Ferkelzuchtanlage von Bauernverband-Präsident Gumpert wurde eine versteckte Kamera installiert. Das Material zeigt eine Frau, die Ferkel auf den Boden schlägt. Bei einem „glückt“ die Tötung nicht und sie klemmt das sterbende Tier unter die Buchtwand. Im Stall des Bauernpräsidenten und Bundestagsabgeordneten Röring, wo katastrophale hygienische Bedingungen herrschen, robbt ein schwerverletztes Schwein, das nicht mehr aufstehen kann, mühsam vorwärts. Der Ammoniakgehalt der Luft ist dort doppelt so hoch wie „erlaubt“, die Schweine haben entzündete Augen und husten, überall schwer verwundete verhaltensgestörte Tiere, in einer Bucht fressen Artgenossen einen Kadaver an.

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Massive Tierschutz-Probleme bei Bauern-Chefs ARD Panorama

 



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Tierschützer filmen solche Zustände seit Jahren immer wieder. Diesmal haben sie gezielt führenden Lobbyisten in die Karten geschaut, die derartige Skandale jedesmal als Ausnahme darstellen und mit warmen Worten und aufwändigen Kampagnen ein Bild von Idylle dagegenstellen. Mit der vorliegenden über zwei Jahre angelegten aufwändigen Recherche der Tierschutzorganisation ARIWAwird dieses Trugbild entlarvt. Selbstredend versuchen die im Zentrum der Kritik stehenden Lobbyvertreter dieses Truggespinst sogar noch jetzt unter der Last dieser Bilder aufrecht zu erhalten. Der Anwalt des Bundestagsabgeordneten behauptet dreist, der im Video gezeigte Kadaver sei erst kurz vor der Aufnahme in seinen Stall gelegt worden, soll wohl heißen, die Tierschützer selbst hätten sie dort abgelegt.


Mutter mit Neugeborenem in einer ganz „normalen“ Zuchtanlage

Mutter mit Neugeborenem in einer ganz
Rosalie (© Land der Tiere)
Rosalie, ein befreiter „Kümmerling“ (© Land der Tiere)
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Jetzt hagelt es mal wieder Anzeigen. Geändert haben Anzeigen gegen Tierschutzverstöße bisher wenig – im Gegenteil, diese Industrie wird stetig ausgebaut und Effizienz ist alles. Bei den einzelnen „Produktionseinheiten“ zählt nur der Profit gemäß dem Motto „Schwund gibt es überall.“. Das Leiden jener „Produktionseinheiten“ interessiert keinen.

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Berichte zu solchen Skandalen werden fast nur von Leuten angesehen, die sowieso schon Konsequenzen gezogen haben. Auch in unserem Blog sehen wir in der Aufruf-Statistik, wie selten die entsprechenden Seiten oder Videos in unserem Blog angeklickt werden. Schaut der Rest weg und bleibt in seiner Idylleblase oder schiebt die Verantwortung auf „die Politik“? Für uns ist eine solche Haltung schwer erträglich, gerade im Kontrast dazu, dass parallel gerade zwei quirlige kleine Rüsselpersonen in dem Lebenshof eingezogen sind, auf dem wir mithelfen, die man sonst als s.g. „Kümmerer“ oder „Kümmerlinge“ einfach erschlagen hätte – die Schweinezüchter nennen das „Nottötung“.

Was muss ich tun, dass Menschen das Interesse aufbringen und den Mut haben, sich die Realität anzusehen? Verzweifelt, Maria

Danke an ARIWA, Danke an alle Tierfreunde, die Zeit und Mühe und teilweise Bedrohungen für Ihre wichtige Arbeit auf sich nehmen! Danke an jeden, der Schritte unternimmt, das gezeigte Leid zu minimieren und andere zu sensibilisieren!

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Die schamlosen Lügen von Funktionären der Fleischindustrie

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Millionen Ferkel werden umgebracht und weggeworfen, weil Menschen Fleisch essen. Anzeigen wegen der Tötungsmethode oder politische Debatten darum lenken davon ab, dass hier, nur, weil es zu teuer ist, die Kleinen aufzupäppeln, millionenfach getötet wird. Züchten mit dem Wissen, dass die Geboren zum Teil direkt getötet werden. Das ist einfach krank. (Jürgen Foß, Vorstandsmitglied ARIWA)


Tierquälerei in prominenten deutschen Schweineställen


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Für den Verzehr ihrer Körperteile werden um die 60 Millionen Schweine eingesperrt und umgebracht. In Deutschland. Pro Jahr. Die meisten dieser intelligenten sensiblen Vierbeiner vegetieren in Großmastbetrieben dahin, in denen sie sich kaum bewegen können und durch die Langeweile, die Bewegungsarmut und den Stress verrückt werden. Zu den dortigen Zuständen gibt es zwar Unmengen an Belegen, doch sie nutzen nichts. Die Zustände sind gesetzeskonform und werden auch gar nicht bestritten. Was bei „Haustieren“ als Tierquälerei geahndet würde, das gilt für „Nutztiere“ nicht. Wegen der laschen Bedingungen in Deutschland stehen hier auch Mastanlagen ausländischer Firmen. Wo es um Profit geht, bleibt die Menschlichkeit auf der Strecke – jedenfalls seitens Wirtschaft und Politik. Nur der Einzelne hat es in der Hand.

https://stefmarian.wordpress.com/2016/01/13/das-schweigen-der-ferkel/

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Gruß Hubert

 

Dienstag, 20. September 2016

Muslime richten Blutbad auf steirischer Weide an

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Welche Qualen dürfen einem Tier zugemutet werden, wenn es um Religionsfreiheit geht?

Wenn es um Tierquälereien geht ist endgültig Schluss mit Religionsfreiheit!

Hier ein erschreckender Bericht aus krone.at unter welchen Umständen Muslime Schafe in der Steiermark geschächtet haben.

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Foto: thinkstockphotos.de (Symbolbild)

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Muslime richten Blutbad auf steirischer Weide an

14.09.2016, 16:55

Auf der Weide lagen Köpfe, Kadaver, Felle, überall war Blut in der Oststeiermark haben Türken ein regelrechtes Massaker angerichtet. 79 Schafe wurden von ihnen geschächtet ohne Betäubung! Das ist in Österreich streng verboten.

Zumindest ein Täter wurde angezeigt, von Unrechtsbewusstsein fehlt aber jede Spur.

Die Gesetzeslage in Österreich ist eindeutig: Schächten ist verboten. Außer in dafür vorgesehenen Einrichtungen, wo dem Schnitt sofort die Betäubung folgt. In der Oststeiermark wurden 79 Schafe mit fünf Messern regelrecht niedergemetzelt. Ein Täter wurde ausgeforscht, weitere Erhebungen laufen.

 

„Wollte Kollegen einen Gefallen tun“

„Ich hab mir insgeheim schon gedacht, dass die ein paar Schafe schlachten, aber so viele, das hat mich selber schockiert“, sagt der Besitzer, der die Weide samt Unterstand zur Verfügung gestellt hat. „Einem türkischen Arbeitskollegen von mir, der gesagt hat, er braucht sie für einen Monat. Ich wollte ihm halt den Gefallen tun.“ Dann habe man ihn aber mit der Menge überrumpelt. Und auch damit, dass die Besitzer der insgesamt 131 Schafe allesamt selbst angereist waren, um ihre Tiere zu töten. „Das war ein Dilemma.“

Zum Glück ist das Tierdrama jemandem aufgefallen, der Hilfe holte. 52 Schafen wurde so das Leben gerettet, doch 79 sind tot.


Experten fordern politisches Statement

 

Wieder folgen nun Forderungen von Experten und Tierfreunden, dass dazu endlich ein unmissverständliches politisches Statement kommt. Denn unsere Gesetze sind einzuhalten. Und den Gerichten muss erlaubt werden, bei jeglichen Verstößen aus dem Vollen schöpfen zu dürfen!

Kommentar von „Krone“ Tierexpertin Maggie Entenfellner: Unsere Gesetze gelten für alle! Welche Qualen dürfen einem Tier zugemutet werden, wenn es um Religionsfreiheit geht? In Beantwortung dieser Frage wurde das Schächten, bei dem Tieren die Halsunterseite durchschnitten wird, in Österreich zusätzlich geregelt. Denn bei der Schächtung kann es oft Minuten dauern, bis der Tod eintritt. Immer wieder kommt es vor, dass die Tiere im Todeskampf wieder aufstehen, herumlaufen.

Deshalb schreibt bei uns das Gesetz vor, dass Tiere sofort nach dem Schnitt betäubt werden das alles natürlich nur von Fachkundigen. Was da in der Steiermark passiert ist, ist schlichtweg ein Skandal. Wir sind nicht mehr im Mittelalter, wo jeder ein Tier niedermetzeln kann. Ich erwarte, dass die Staatsanwaltschaft mit größter Härte in dieser Sache agiert!

14.09.2016, 16:55
Eva Stockner, Kronen Zeitung/krone.at
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Muslime richten Blutbad auf steirischer Weide an


Zusatz-Info: Zahlreiche illegale Schächtungen (von animal-spirit.at)

Überall medial „flach gehalten“ wird, daß wegen des muslimischen Bayram-Festes Diebstähle und illegales Schächten von Schafen offensichtlich massiv zunehmen. Bei der Deutschen Tagespost wurde einiges dazu veröffentlicht.

In diesem Zusammenhang sei George Orwell zitiert  „In einer Zeit des Universalbetruges ist die Wahrheit zu sagen eine revolutionäre Tat.“

Siehe auch:

Polizei ermittelt: Tiere ohne Betäubung geschlachtet




Unerlaubtes Schächten im Lkr. Würzburg
Wie auf diesem Archiv-Foto aus Spanien sollen vier Männer im südlichen Landkreis Würzburg mehrere Tiere geschächtet haben – ohne Erlaubnis. Nun laufen Ermittlungen. Foto: F G Guerrero (EFE)

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Sie sollen im südlichen Landkreis Würzburg mehrere Tiere ohne Betäubung geschlachtet haben – jetzt laufen Ermittlungen gegen vier Männer im Alter von 22 bis 54 Jahren.

Polizei ermittelt: Tiere ohne Betäubung geschlachtet

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Gruß Hubert

 

Freitag, 2. September 2016

Gedanken zur Jagd und die „Experten“

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Animal-spirit.at nimmt in einem Newsletter die Jagd-„Experten“ aufs Korn. Wenn jemand behauptet, für etwas Experte zu sein, dann wird ihm meistens alles geglaubt, was er sagt. Die Jäger sind die denkbar schlechtesten, weil unobjektivsten „Experten“, wenn es um die Jagd geht.

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Gedanken zur Jagd

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Gedanken zur Jagd

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Interessanter Artikel auf Wildbeimwild.com:

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Es gibt Befürworter der Freizeitjagd, Gegner der Freizeitjagd und Leute, die nichts davon wissen und denen sie egal ist.

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Zu viele neigen dazu, sich den Argumenten der Freizeitjäger anzuschließen, sollte man sie nach ihrer Meinung fragen. Das liegt zum einen an der leider weit verbreiteten Expertengläubigkeit: Wenn jemand behauptet, für etwas Experte zu sein, dann wird ihm meistens alles geglaubt, was er sagt, und wer wäre ein größerer „Jagdexperte“ als ein Jäger? Zum anderen gibt es eine Jahrhunderte lange Jägerpropaganda, die z. B. den harmlosen Wolf als böse, reißende Bestie, den Jäger aber als braven und tapferen Mann darstellt, der das kleine Rotkäppchen vor der Bestie beschützt. Dazu kommen die neuzeitlichen Märchen vom Jäger als Naturschützer, Heger und Pfleger der Wälder und ihrer Bewohner. Welcher Hundebesitzer kennt nicht die von Jägern aufgestellten Schilder, daß Hunde im Wald anzuleinen seien, damit sie nicht die abgebildeten Kitze reißen, die bösen Hunde.

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Daß diese Kitze irgendwann selbst zur Zielscheibe des „Schützers“ werden, wird wohlweislich verschwiegen, so wie alle negativen Aspekte der Jagd verschwiegen werden. Positive Aspekte werden grundsätzlich stark hervorgehoben, während negative Aspekte heruntergespielt, als notwendiges Übel beschrieben oder im Extremfall zu etwas Positivem umgedeutet werden. Kommt etwas davon an die Öffentlichkeit, wird es grundsätzlich als bedauerlicher Einzelfall dargestellt, der „zu Unrecht ein schlechtes Licht auf die Jägerschaft wirft“. Meistens in einem weinerlich-beleidigten Tonfall, weil man ja sonst so viel für Natur, Umwelt und Tierschutz tut.

Lesen Sie den ganzen Artikel sowie die ausführliche Widerlegung der häufigsten Jäger-Argumente HIER

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Gruß Hubert

 

Dienstag, 30. August 2016


Am Beispiel der Kühe sieht man wie sehr der Schein trügen kann. Zum Teil werden auch Kuhkinder zu den illegalen Schlachthöfen gebracht. Also nichts mit heiligen Kühen in Indien, die wie im Paradies leben. Es gibt Riesenleid für Kühe in Indien.

Hier ein Bericht von netap.ch

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Indiens Kühe – heilig und gequält

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Kuehe-Indien

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Wenn man an indische Tiere denkt, dann fällt einem oft als erstes die Kuh ein – die heilige Kuh. Und man denkt, dass die Kühe in Indien sicher ein tolles Leben haben, als heilige Tiere.

Doch weit gefehlt. Kühe, Rinder, Kälber – sie sind nur für einen Teil der Bevölkerung heilig. Für viele andere gehören sie genauso zu den Nutztieren, wie sie es für den grössten Teil der Weltbevölkerung tun. Sie werden genutzt, missbraucht, gequält und getötet.


Das Leid der Kühe in Indien ist riesig.

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Ausgangslage

Aufgrund seiner Religion hat Indien eigentlich ein sehr gutes Tierschutzgesetz. So gibt es u.a. den Prevention of Cruelty to Animals Act (PCA), der z.B. strikte Vorschriften betreffend Tiertransporten vorsieht. Jede Verletzung dieser Regeln ist illegal. Unter dem PCA kann jedes misshandelte Tier umgehend beschlagnahmt werden.

In der Region Andhra Pradesh, in der VSPCA und NetAP aktiv sind, dürfen keine Kühe, Büffel oder Kälber geschlachtet werden, es sei denn, es handelt sich um männliche Tiere, die über 16 Jahre alt sind und keine Arbeit mehr verrichten können. Geschlachtet werden dürften somit nur ältere“unproduktive“ Bullen (Cow Prohibition Act). Eine solche Schlachtung müsste zudem durch das Amt autorisiert werden. Aber es gibt zu wenig Leute, die das kontrollieren können. Alle anderen Kühe dürften von Gesetzes wegen nicht geschlachtet werden, also auch nicht die männlichen Kälber.

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Das Gesetz verbietet in vielen Gemeinden auch das Streunen der Kühe auf den Strassen. Sie müssten in eingezäunten Bereichen oder Gebäuden gehalten werden. Einige Gemeinden haben Einsatztruppen, die solche Tiere konfiszieren. Die Tiere müssen dann vom Eigentümer wieder ausgelöst werden und es wird eine hohe Busse fällig. Gründe für ein Verbot sind hier v.a. das Verursachen von Strassenverkehrsproblemen und die Ausrutschgefahr für Menschen auf dem schlüpfrigen Dung. In Nordindien ist das Problem der streunenden Kühe offenbar noch grösser, da die Religion ernster genommen wird und so die Kuh mehr Rechte hat, also sich auch frei bewegen darf. Im Süden und Osten ist man nicht so strikt und kann deshalb auch verbieten, die Kühe auf den Strassen frei streunen zu lassen.

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Probleme und Lösungsansätze

Das Kuhleid ist allgegenwärtig. Folgende Hauptprobleme im Zusammenhang mit Kühen haben wir eruiert und wir versuchen hierfür nachhaltige Lösungen zu erarbeiten:

Ältere bzw. ausgediente Kühe, welche nicht mehr genügend Milch geben bzw. Kälber gebären, und Bullen, die nicht mehr zur Arbeit eingesetzt werden können: Diese werden in der Regel der Schlachtung zugeführt. Die Tiere leiden sowohl auf den Transporten als auch bei der Schlachtung unsägliche Qualen, weil diese tierquälerisch durchgeführt werden (vgl. Rubrik Schlachttransporte„). Vermehrte Kontrollen wären dringend notwendig.


Eng zusammengepfercht werden die Tiere in die illegalen Schlachthöfe gefahren. Es gibt kaum Kontrollen.

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kuhtransport-indien Kuhtransport Indien Kuhtransport Indien

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Männliche Kälber: Diese Tiere werden mangels Milchproduktion als minderwertig erachtet und der Schlachtung zugeführt bzw. durch eine Spende an die Kirche oder den Tempel ihrer „entledigt“. Das Gesetz würde zwar eine Schlachtung verbieten, dennoch werden die „gespendeten“ Kälber in der Regel sofort der Schlachtung zugeführt, weil die Tempel keine geeigneten Kuhheime besitzen. Viele der Besitzer, denen die Kühe vordergründig heilig sind, schieben so die Verantwortung mit der Ausrede von sich, sie hätten davon nichts gewusst. Auch hier wären Aufklärung und Kontrollen notwendig.

  Männliche Kälber werden feierlich geschmückt und die unzähligen Stufen zum Tempel hoch getrieben. Einige brechen sich die Beine oder kollabieren, weil der Weg zu anstrengend ist. Hinter dem Tempel warten die Lastwagen, die die Kuhkinder zu den illegalen Schlachthöfen bringen.
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Streunende Kühe: Werden die oben erwähnten Kühe, Bullen oder Kälber nicht geschlachtet oder z.B. einem Tempel gespendet, werden sie auf der Strasse ausgesetzt. Das führt dazu, dass die Tiere verhungern, an Krankheiten eingehen oder an falscher Ernährung sterben, weil sie insbesondere jede Menge Plastik fressen. Bei letzteren kann das zum Verschluss oder zur Verletzung des Magens und so letztendlich zu einem qualvollen Tod führen. 60 beschlagnahmte Kühe haben wir im Frühjahr 2012 durch die Finanzierung von Notoperationen vor diesem qualvollen „Plastiktod“ gerettet. Sie geniessen nun ihr Leben im sicheren Bereich des VSPCA Tierheims und kommen nie mehr mit Plastik in Berührung. Je nach Bezirk ist es generell verboten, Kühe auf der Strasse unkontrolliert umher laufen zu lassen. Hier wären Alternativen gefragt und ein generelles Plastikverbot zu erwirken, wie es auch schon in anderen Regionen durchgesetzt wurde.

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Plastik ist allgegenwärtig. Futter ist rar. Die Tiere fressen das ungeniessbare Zeug oft unbewusst und gehen irgendwann qualvoll daran ein.  

Ein Lösungsansatz, der das Übel bereits an der Wurzel packt, besteht darin, eine sinnvolle Alternative auch für diese Tiere anbieten zu können. So kann dem Eigentümer gezeigt werden, dass diese „nutzlosen“ Tiere durchaus auch ihren Wert für ihn haben können. Deshalb baut VSPCA die Kindness Farm als Vorzeigebetrieb und Prototyp eines neuen Bauernhofes (vgl. Kindness Farm).

Hier geht es insbesondere darum, den Nutzen und Wert von Kuhdung und –urin aufzuzeigen: Mit Kuhdung können Dünger (Trocknung bzw. Kompostierung hilft beim Anbau von Lebensmitteln oder als Feueranzünder) und Energie (Biogasanlage hilft beim Kochen) sowie mit Urin Medikamente produziert werden.

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Bezüglich Transport und Schlachtung sind verstärkte Kontrollen durchzuführen. Hierzu verweisen wir auf die separate Rubrik „Schlachttransporte„.

VSPCA beherbergt über 1000 Kühe, welche vor illegalen Schlachtungen bewahrt, bei Kontrollen von Tiertransporten beschlagnahmt oder einfach durch die Eigentümer an VSPCA übergeben wurden. Unser Partner hat die polizeiliche Autoriät um Tiere beschlagnahmen zu können. Allerdings hat er kaum mehr Kapazität, um weitere Kühe aufzunehmen, weshalb auch vermehrte Kontrollen unterbleiben müssen. Umso wichtiger sind nachhaltige Lösungen zur Beseitigung dieser Probleme.

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Indiens Kühe – heilig und gequält

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Gruß Hubert

Sonntag, 28. August 2016

Kleve – Kätzchen mit Armbrustpfeil getötet

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Es ist kaum zu glauben, wie krank und sadistisch manche Menschen sein müssen um Tieren so ein Leid anzutun und sie absichtlich töten wollen. Was mich aber besonders ärgert ist der Umstand, dass die Rechtssprechung Tiere als Sachen sieht und die Strafe, wenn man solcher Monster habhaft werden kann, lächerlich gering ist und null abschreckende Wirkung hat. Was ja der Sinn einer Strafe sein muss. Am besten wäre es wohl die Sache selbst in die Hand zu nehmen, wenn man den Täter kennen würde. Man muss sich wieder einmal schämen der Dornenkrone der Schöpfung anzugehören.
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©  privat In der Tierärztlichen Klinik für Kleintiere wurde vergebens versucht, das Leben der Katze zu retten.
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In Kleve hatte ein Anwohner das Haustier unter seinem Auto entdeckt: Im Körper der Katze steckte ein Pfeil. Eine Notoperation half nicht mehr.

Die Dunkelheit war bereits über Kleve hereingebrochen als der Mann eine Katze entdeckte, die sich unter seinem Auto versteckte. Das Tier versuchte wegzulaufen, kam aber nicht von der Stelle. Denn in der Katze steckte ein Pfeil. Wie lange schon, das weiß niemand.

 

Der Klever, der an der Dehlerstraße wohnt, rief direkt Ralf Seeger an. Der 53-Jährige ehemalige erfolgreiche Kampfsportler ist seit Jahren ein engagierter Tierschützer. Er wohnt in Kranenburg und kam mitten in der Nacht in der Dehlerstraße an. „Das Tier hatte unendliche Schmerzen. Mit einer Armbrust wurde der 16 Zentimeter lange Pfeil abgeschossen“, wusste Seeger schon vor Ort. Ein paar Minuten später erreichte er die Tierklinik am Forstgarten. Nach einer Röntgenaufnahme wurde ein Ultraschall gemacht und eine Not-Operation eingeleitet, die nicht mehr half. Das Tier musste eingeschläfert werden. Tierärztin Dr. Anne Kleideiter sagte: „Wer so etwas tut, muss krank sein. Die Hauptschlagader wurde getroffen. Das Tier ist verblutet.“

 

Die Katze war gut gepflegt und genährt. Nach Ansicht der Ärztin hatte sie ein Zuhause. Noch in der Praxis wurde recherchiert, mit welcher Armbrust geschossen wurde. Es handelt sich um eine Pistolenarmbrust, die dem Waffengesetz unterliegt. Jetzt wurde ermittelt, wem die Katze gehört. Einer Familie, die auf der Triftstraße wohnt, ganz in der Nähe der Dehlerstraße. Jasmin (57) und Hans (57) Abels waren geschockt, als sie erfuhren, was mit ihrer ihrem „Puma“ passiert ist. „Er wurde bestialisch abgeschossen. Wir sind unendlich traurig“, sagt die 57-Jährige. Mehr als acht Jahre gehörte Puma zu den Abels, jetzt bleibt ihnen nur noch ihre Kater „Bruce“. Doch auch der war bereits von einem Armbrustpfeil verletzt worden. Im April war Bruce mit einem Loch in der Pfote nach Hause gekommen. Tage später fand Hans Abel dann das Geschoss unter einer Hecke. Es war dieselbe Pfeilsorte, mit der jetzt „Puma“ erlegt wurde.

 

Hans Abels hat Anzeige bei der Polizei Anzeige erstattet. Die bestätigte Polizeisprecher Michael Ermers:

 

„Es handelt sich bei Tieren um eine Anzeige wegen Sachbeschädigung und um eine Straftat nach dem Tierschutzgesetz.“

 

Ralf Seeger war noch lange nach dem Vorfall völlig aufgewühlt. „Das hat mich mitgenommen. Ich habe die ganze Nacht nicht geschlafen.“ Der 53-Jährige will unbedingt den Täter finden.

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Kleve – Kätzchen mit Armbrustpfeil getötet

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Gruß Hubert

Samstag, 4. Juni 2016

Mir sind die Tiere lieber als die Menschen

Ich kann da  nur den Argumenten von Helmut F. Kaplan zustimmen.

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Bei vielen Berufen gibt es Dinge, die man auf keinen Fall sagen darf, Aussagen, mit denen man sich quasi das eigene Grab schaufelt. Etwa, wenn ein Poltiker sagt, daß er seine Wähler für Idioten hält oder ein Arzt bekennt, daß ihm die Gesundheit seiner Patienten egal ist. Beim „Beruf“ Tierschützer oder Tierrechtler besteht diese „Todsünde“ im Bekenntnis: Mir sind die Tiere lieber als die Menschen. Im folgenden möchte ich zeigen, daß diese Aussage durchaus sachlich berechtigt sein kann – ganz abgesehen davon, daß jeder, sollte man meinen, sympathisch finden darf, wen er will.

Die übliche allgemeine und automatische Empörung über die Aussage, daß einem Tiere lieber als Menschen seien, ist sachlich schon deshalb unsinnig, weil es ja durchaus so sein könnte, daß der „Bekanntenkreis“ des Betreffenden eben aus „besonders sympathischen Tieren“ und „besonders unsympathischen Menschen“ besteht – kein Mensch kennt schließlich alle Tiere und alle Menschen. Freilich hat die hysterische allgemeine Empörung über jemandes Aussage, ihm seien die Tiere lieber als die Menschen, schon ihre Berechtigung. 

 

Es wird nämlich als ganz selbstverständlich unterstellt, daß JEDER MENSCH moralisch wertvoller sei als JEDES TIER, daß auch der „schlechteste Mensch“ noch viel wertvoller sei als das „beste Tier“.

Nun sollte es bei so starken Behauptungen schon erlaubt sein, nach Gründen zu fragen. Wer dies allerdings hier tut, wird feststellen, daß man Begründungen in dieser Frage nicht nur für unnötig hält, sondern schon das bloße Fragen nach Gründen als quasi unsittlich betrachtet. Mehr noch: Nach Gründen für die menschliche Höherwertigkeit zu fragen, wird geradezu als gefährlicher Angriff auf die Gesellschaft angesehen – oder als Zeichen völliger geistiger Verwirrtheit.

Läßt man sich gnadenhalber und widerwillig dann doch zu Begründungen herbei, 

bestehen diese meist aus Verweisen auf dubiose Glaubenssätze wie etwa die von der Gottesebenbildlichkeit oder unsterblichen Seele des Menschen. Daß SOLCHE Begründungen außerhalb kirchlicher Räume in pluralistischen, säkularen Gesellschaften kein Gewicht haben, sollte nicht weiter erläutert werden müssen.

 

Betrachten wir schließlich mögliche faktische Gründe für die allgemeine moralische Höherwertigkeit des Menschen, kommen wir rasch zum Ergebnis: Es gibt keine. Denn kein Merkmal, das von irgendjemandem als moralisch relevant angesehen wird – etwa Bewußtsein, Selbstbewußtsein, Rationalität oder Autonomie -, verläuft entlang der Speziesgrenze Menschen – Tiere. Mehr noch: Bei vielen Menschen sind diese Merkmale SCHWÄCHER ausgeprägt als bei vielen Tieren, viele geistig behinderte oder senile Menschen und alle kleinen Kinder befinden sich auf einem deutlich niedrigeren Niveau als viele Tiere.

Abgesehen davon, daß man, wie gesagt, eigentlich lieber mögen dürfen sollte, wen man will und warum man will, kann es also durchaus auch sachliche, „objektive“ Gründe für das Liebermögen von Tieren geben. Etwa, wenn man einen intelligenten, unternehmungslustigen, treuen Hund lieber mag als einen völlig apathischen vor sich hindämmernden Senilen.

Schließlich werden selbst eingefleischte Menschen-Fans einräumen, daß es auch viele üble Vertreter ihrer Spezies gibt. Ganz abgesehen von Hitler, Stalin & Co kennt jeder aus eigener Erfahrung Zeitgenossen, die er weniger mag – und bei denen es dafür gute Gründe gibt. Müssen uns wirklich alle Egoisten, Lügner, Verräter und Verbrecher lieber sein als jedes Tier?

 

„Aber Menschen sind moralfähig, sie können zwischen Gut und Böse unterscheiden!“ Erstens ist auch die Moralfähigkeit kein Merkmal, daß nur bei Menschen (geschweige denn bei allen) und bei keinen Tieren anzutreffen wäre. Zweitens gibt es Menschen, bei denen die Moralfähigkeit weniger ausgeprägt ist als bei manchen Tieren. Und drittens ist die bloße Fähigkeit, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden, ja noch kein Verdienst. Verdient macht sich jemand erst, wenn er diese Fähigkeit auch positiv nützt, sprich: sich für das Gute entscheidet. Andererseits beinhaltet die Moralfähigkeit die Gefahr, moralisch zu scheitern, sprich: sich für das Böse zu entscheiden.

Nun ist es wohl nicht völlig unsinnig oder unverständlich, wenn einem jemand, der sich jenseits der Kategorien Gut und Böse befindet, lieber ist als jemand, der zwischen Gut und Böse wählen kann, sich aber für das Böse entscheidet. Daß letzteres beim Menschen keine Seltenheit ist, wird niemand bei Sinnen bezweifeln.

© Helmut F. Kaplan
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Mir sind die Tiere lieber als die Menschen

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Gruß Hubert

Samstag, 14. Mai 2016

Mit Plutarch und “Leichenschmaus“ für die Rechte der Tiere

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Helmut F. Kaplan im Interview

Denn die Schimäre einer moralischen Kluft zwischen Menschen und Tieren, die immer noch in der Ethik herrscht, habe vor allem religiöse Ursachen: “Zum Beispiel den Glauben, dass nur der Mensch nach Gottes Ebenbild geschaffen sei und nur er eine unsterbliche Seele habe. Würden wir endlich ernst nehmen, was wir seit Darwin wissen – dass es EINE Evolution ALLEN Lebens gab und gibt –, würde diese Kluft verschwinden, und wir würden unsere moralische Verantwortung auch gegenüber Tieren erkennen.“

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Mit Plutarch und “Leichenschmaus“ für die Rechte der Tiere Der österreichische Philosoph Helmut F. Kaplan vertritt einen konsequent ethisch begründeten Vegetarismus Weihnachten ist ihm ein Gräuel, die Befreiung der Tiere sieht er als die logische Fortsetzung der Sklavenbefreiung, und den Fleischverzehr nennt er “Leichenschmaus“. So lautet auch der Titel seines populärsten Buches, das die Zeitschrift “Focus“ als “Bibel der Radikalvegetarier und Tierbefreier“ bezeichnete. Der Autor, der österreichische Philosoph Helmut F. Kaplan, ist der bekannteste Theoretiker der Tierrechtsbewegung im deutschsprachigen Raum.

 

“Unerträgliche, unübertroffene, grauenvolle Verlogenheit.“ So sieht Helmut F. Kaplan Weihnachten, das in unserem “christlichen Abendland“ als schönstes Fest des Jahres gilt. Auf die Frage, ob diese Häufung negativer Superlative nicht sehr übertrieben sei, begründet der 54-jährige Österreicher im Gespräch diese irritierende Charakterisierung: “Im Gegenteil, der Widerspruch zwischen Anspruch und Wirklichkeit kann mit Worten kaum drastisch genug ausgedrückt werden: Es wird gefeiert, gesungen, man ist zu Tränen gerührt – und das bei einem Fest, das alljährlich für Millionen nicht menschlicher Kreaturen ein Massaker bedeutet. Auf der einen Seite das Gerede von Liebe und Vergebung, auf der anderen Seite das Gemetzel in den Schlachthöfen.“

 

Die Lösung dieses Widerspruchs und damit die Auflösung solcher nicht nur weihnachtlichen Verlogenheit befindet sich für Kaplan buchstäblich vor unserer Nase – auf dem Teller. Er verweist auf den griechischen Philosophen Plutarch, der bereits vor über zweitausend Jahren schrieb:

“Für einen Bissen Fleisch nehmen wir einem Tier die Sonne und das Licht und das bisschen Leben und Zeit, an dem sich zu erfreuen seine Bestimmung gewesen wäre.“

 

Fleischverzicht mit 11 Jahren

Als sich der Salzburger 1963 entschloss, fortan kein Fleisch mehr zu essen, waren ihm weder Plutarch noch andere Geistesgrößen ein Begriff. Es gab auch kein Schlüsselerlebnis für diese Zäsur. Der 11-jährige Junge hatte einfach genug vom Anblick der blutigen Auslagen in den Metzgerläden, der zerstückelten Kreaturen in den Fleischregalen, der mit Eis beschütteten toten Fische in den Lebensmittelgeschäften.

Dem vor allem emotional begründeten Entschluss, nicht mehr mitschuldig sein zu wollen am millionenfachen Töten von Tieren, folgte die Suche nach den richtigen Argumenten. Sie war später maßgeblich für Kaplans Entscheidung, ab 1975 Psychologie und Philosophie an der Universität Salzburg zu studieren. Mit einer Arbeit zu Freuds Psychoanalyse promovierte er dort zum Doktor der Philosophie.

 

Mitte der 80er Jahre begann Kaplans intensive Beschäftigung mit der Philosophie der Tierrechtsbewegung. Österreich und die anderen deutschsprachigen Staaten waren damals Entwicklungsländer, was die Bewertung und Behandlung von Tieren betraf. Dagegen hatten sich im englischsprachigen Raum in dieser Hinsicht bereits revolutionäre Veränderungen vollzogen. Der traditionelle Tierschutz war durch eine Tierrechtsbewegung ergänzt worden, die einen kompromisslosen, ethisch begründeten Vegetarismus propagierte. Ihren führenden Theoretiker hatte sie in dem australischen Philosophen Peter Singer gefunden, dessen 1975 erschienenes Buch “Animal Liberation“ (Befreiung der Tiere) zum Gründungsdokument der Tierrechtsphilosophie wurde. Da war es nahe liegend, dass Helmut Kaplan sein Philosophiestudium 1987 mit einer Arbeit zu “Peter Singers Philosophie des Vegetarismus“ abschloss.

 

Ein Klassiker – sogar in Japan

 

Von nun an hatte die deutschsprachige Tierrechtsszene ihren eigenen Theoretiker, der mit bislang rund einem Dutzend Büchern (zuletzt erschienen: “Der Verrat des Menschen an den Tieren“), zahllosen anderweitigen Publikationen sowie öffentlichen Auftritten wie kein Zweiter die Debatte um Tierschutz, Tierrechte und Vegetarismus prägt. 1993 erschien bei Rowohlt sein Buch “Leichenschmaus – Ethische Gründe für eine vegetarische Ernährung“. Längst ein Klassiker, der sogar ins Japanische übersetzt wurde. Den vom “Focus“ geprägten Begriff “Bibel“ mag Kaplan allerdings weniger. Nicht unbedingt aus persönlicher Bescheidenheit (Wer liest oder hört derlei nicht gern?).

 

Doch ihm geht es ja gerade um die Verbannung alles Religiösen und religiös Verbrämten aus der Ethik. “Religiöse Überzeugungen sind private Glaubenshaltungen“, erklärt Kaplan. “Tierrechte aber sind – ebenso wie Menschenrechte – allgemeinverbindliche Moral-, Rechts- und Gerechtigkeitspositionen.“

 Daher seien alle strikten Verknüpfungen von Tier- oder Menschenrechten mit bestimmten religiösen Vorstellungen unsinnig. Was übrigens auch umgekehrt gelte.

 

Denn die Schimäre einer moralischen Kluft zwischen Menschen und Tieren, die immer noch in der Ethik herrscht, habe vor allem religiöse Ursachen: “Zum Beispiel den Glauben, dass nur der Mensch nach Gottes Ebenbild geschaffen sei und nur er eine unsterbliche Seele habe. Würden wir endlich ernst nehmen, was wir seit Darwin wissen – dass es EINE Evolution ALLEN Lebens gab und gibt –, würde diese Kluft verschwinden, und wir würden unsere moralische Verantwortung auch gegenüber Tieren erkennen.“

 

Diese Verantwortung muss für Kaplan darin münden, den Tieren Rechte zuzubilligen. Doch was sind eigentlich “Tierrechte“? “Es geht vor allem um das Recht auf Leben, um das Recht auf physische Unversehrtheit und um das Recht auf Freiheit von Schmerz und Leid – jedenfalls, so weit das von uns Menschen abhängt. Das bedeutet:

Wenn wir wissen, dass Tiere leiden, sollten wir Leiden verhindern. Und wo wir nicht sicher sind, ob Tiere leiden, sollten wir möglicherweise Leiden verursachende Handlungen unterlassen. Leider sind solche Erwägungen reine Theorie – weil wir in der Praxis selbst Tiere mit erwiesener größter Leidensfähigkeit behandeln, als wären sie leblose Gegenstände. Verwiesen sei nur darauf, wie in Schlachthöfen etwa mit Rindern oder Schweinen umgegangen wird!“

 

Einst die Sklaven – heute die Tiere

Helmut Kaplan sieht sowohl Menschen- wie Tierrechte als “ethisch begründete Rechte, die vor allem kulturellen Ursprungs sind“. Schließlich hätten wir uns im Laufe unserer Entwicklung dafür entschieden, allen Menschen grundlegende Rechte zuzugestehen. Und Kaplan erinnert: “Das war bekanntlich nicht immer so – siehe etwa die Sklaverei oder die Frauendiskriminierung. Und die Tierrechtsbewegung ist die logische und notwendige Fortsetzung anderer Befreiungsbewegungen, wie eben der Befreiung der Sklaven, des Kampfes gegen Rassismus oder für die Emanzipation der Frauen.“

Diese Einbeziehung nicht menschlicher Lebewesen ist das eigentlich Revolutionäre an der von Kaplan und anderen vertretenen Ethik. Galt es doch bis in die 60er und 70er Jahre des 20. Jahrhunderts als Konsens unter den Philosophen, dass ausschließlich der Mensch legitimes Subjekt der Ethik ist.

 

Dennoch will Kaplan nicht von einer “neuen“ Ethik sprechen: “Wir brauchen überhaupt keine neue Ethik, wir müssen lediglich die vorhandene Ethik konsequent zu Ende denken. Und vor allem anwenden!“

Das entscheidende Kriterium dabei sieht der Salzburger Philosoph in der Leidensfähigkeit. “Wenn wir wollen, wissen wir sehr genau, wie Tiere behandelt werden möchten. Dazu brauchen wir uns nur ehrlich und ernsthaft in deren Situation zu versetzen, um uns dann zu fragen, wie wir an ihrer Stelle behandelt werden möchten. Das wird uns in den allermeisten Fällen, etwa bei Tieren im Schlachthof oder im Versuchslabor, überhaupt nicht schwerfallen. Im Gegenteil: Unser moralisches Problem wird vielmehr meistens sein, dass wir uns so leicht in ihre Lage versetzen können!“

 

Der für Kaplan einzige wirkliche Ausweg aus diesem moralischen Konflikt (Biofleisch aus so genannter artgerechter Haltung ist für ihn nur eine “Notlösung“): Verzicht auf Fleisch und möglichst auch alle anderen Produkte vom Tier, also vegane Ernährung.

Doch ungeachtet dieser radikalen Forderung ist der Österreicher Realist genug, der Entwicklung und vor allem den Menschen Zeit zu geben: “Wenn jemand, der bis jetzt zwanzig Prozent vegane Lebensmittel gegessen hat, nunmehr vierzig Prozent solcher Lebensmittel isst, so ist das ein Schritt in die richtige Richtung. Wenn ein Fleischesser zum Vegetarier wird, so ist das ein Schritt in die richtige Richtung. Wenn ein Fleischesser, der bisher zehn Wurstsemmeln pro Woche gegessen hat, nur noch fünf isst, so ist das ein Schritt in die richtige Richtung. Und wenn jemand, der noch nie über Tierrechte nachgedacht hat, beginnt, sich darüber Gedanken zu machen, so ist das ein Schritt in die richtige Richtung.“

Von Ingolf Bossenz

Mit Plutarch und “Leichenschmaus“ für die Rechte der Tiere

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Gruß Hubert